Stone Cold 2 – Heart of Stone (USA 1997)

stone-cold-2Durch seine Mitwirkung in Filmen wie „Stone Cold” (1991) oder „One Tough Bastard“ (1995) etablierte sich der ehemalige Football-Profi Brian Bosworth abseits der sportlichen Karriere auch als Schauspieler. Weil der grobschlächtige Blondschopf aber über das darstellerische Talent einer Tütensuppe verfügt, sanken die Budgets schnell ins bodenlose. Folglich musste sich Bosworth durch Kleinstrollen in „Three Kings“ (1999) und „Spiel ohne Regeln“ (2005) an der Kinoleinwand festklammern. Aber dem gescholtenen Mimen bleibt ja der nimmersatte Markt der Videoproduktionen – wo Bosworth angesichts solch unproduktiver Dutzendware wie „Stone Cold II – Heart of Stone“ auch bestens aufgehoben ist.

Weil Cop Joe Elkhart (Bosworth) seinen Vorgesetzten Ryker (Brion James, „Und wieder 48 Stunden“) der Korruption bezichtigt, wird er aus dem Dienst entlassen. Fortan verdingt er sich als Automechaniker und nimmt die Dienste einer Radiopsychologin in Anspruch. Diese rät Joe zur neuerlichen Kontaktaufnahme mit seinem ehemaligen Partner Tony (Joe Torry, „Poetic Justice“). Gemeinsam fassen die Freunde den Plan, Rykers kriminelle Machenschaften endgültig offen zu legen und Joe zu rehabilitieren. Als jedoch ein fingierter Drogendeal auf hoher See in einer wüsten Schießerei endet, erkennt Ryker seine Widersacher und bläst zur Jagd auf das wehrhafte Duo.

„Stone Cold II – Heart of Stone“ – der nur in den Köpfen deutscher Titelgeber etwas mit Bosworths Einstand als Darsteller gemein hat – ist der dürftige Versuch eines „Lethal Weapon“-Plagiats. Das bewährte Grundkonzept der ungleichen Partner im Action-Taumel reibt sich an lauen Scherzchen und der mangelnden Chemie zwischen den Hauptdarstellern auf. Brian Bosworth und Joe Torry balgen um die Gurke der Schauspielkunst und jonglieren mit affektierten Spruchsalven, bis die Hand zum Vorspulen ausholt. Zumindest gerät Regisseur Philippe Mora („Mercenary 2 – Söldner des Todes“) die Action ansehnlich, obgleich sich die Ideenlosigkeit des sinnfreien Spektakels allein im deutlich von „Bad Boys“ (1995) inspirierten Showdown widerspiegelt.

Als einziger Hingucker fungiert Dara Tomanovic („Bud und Doyle“), während in einer seiner ersten Kleinstrollen der hünenhafte Michael Clarke Duncan („Sin City“) zu erspähen ist. Als Fiesling vom Dienst lässt zumindest B-Legende Brion James („Steel Frontier“) Routine walten. Denn im Grunde ist „Heart of Stone“ nicht mehr als der klägliche Versuch einer Action-Komödie, deren Akteure nichts taugen und deren Humor nicht zündet. Passable Schießereien, stilisierte Comic-Gewalt und ansehnliche Pyrotechnik halten in ihrem viel zu spärlichen aufkommen kaum bei Laune – und das macht den zähen Streifen selbst für anspruchslose Gemüter kaum genießbar.

Wertung: (3 / 10)

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