Still Screaming – From the Ashes of a Dead Time (2009, WTF Records)

still-screaming-from-the-ashes-of-a-dead-timeDer Krawall-Core lebt: Auf ihrer zweiten Platte servieren STILL SCREAMING einen explosiven Cocktail aus Old-School-Hardcore und groovelastigem Gebolze. Anlehnungen an BLOOD FOR BLOOD zeigen sich nicht nur im Spiel mit Gröl-Chören und Hip-Hop-Klischees, sondern auch in der zelebrierten quasi-familiären Verbundenheit. Erinnerungen werden aber auch an MIOZÄN oder RYKERS wach, deren Kid D gleich als vokale Unterstützung verpflichtet werden konnte. Mit punkiger Rotzigkeit, grober Härte und viel Power sollte „From the Ashes of a Dead Time“ leichter Hand für Begeisterung im Pit sorgen!

Zusammengesetzt aus Mitgliedern von SKYZ THE LIMIT, SHAFT, BRIGHTSIDE und POINT BREAK zeugt bereits die Besetzung von souveränem Gespür für treibend explosive Tracks. Abgeschmeckt mit Filmsamples und in Sachen Hitpotential durch Kracher wie „Breakdown“ oder „Arise“ ausreichend bestückt, macht dies rüde und schnörkellos nach vorn gepeitschte Album einfach mächtig Laune. Ob die deutschsprachige Rap-Version von „No Time to Regret“ nun wirklich nötig gewesen wäre, bleibt dahingestellt. Aber auch sie steht für den Spaß, den STILL SCREAMING in der Musik finden. Dass der dabei auch noch ansteckend wirkt, sollte vor allem jedes Konzert der Jungs zu einer ausgewachsenen Party machen.

Wertung: (7 / 10)

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