Steal Your Crown – Throne of Infamy (2013, Hellxis Records)

stealyourcrownthroneofinfamyHardcore muss ballern, mit Wut und der nötigen Vehemenz Eindrücke schinden. Das ist ein bisschen wie beim Balztanz der Vögel. Man putzt sich raus, plustert sich auf und hofft auf Anklang. Bei STEAL YOUR CROWN aus Portugal, einem 2004 ins Leben gerufenen und mittlerweile zum Sextett angewachsenen Nebenprojekt von UNSTABLE-Shouter Diogo ist das nicht anders. Nur ballert es recht wenig. Der Sound ihres ersten Langspielers „Throne of Infamy“ klingt, als hätte man im Proberaum ein Diktiergerät mitlaufen lassen. Das wirkt geradewegs fahrlässig, da jede DIY-Combo am heimischen Rechner weit überzeugendere Klangergebnisse erzielt.

Deutlich wird das am Beispiel der angehangenen Live-Version von „Streetly Street“, die trotz schepperndem Schlagzeug immerhin instrumentalen Groove beweist. Das davor liegende Dutzend Tracks bleibt trotz abwechslungsreicher Anflüge kaum mehr als ein blecherner Hauch, der einzig durch die stimmliche Präsenz der beiden Sänger sowie standesgemäße Gruppen-Shouts bei der Stange hält. Potenzial ist fraglos gegeben, die Dicke-Eier-Attitüde mit Anlehnungen an die alte Schule des NYHC sowie engagierte Frontmänner genügen aber einfach nicht, um die Versäumnisse der schwachen Produktion aufzuwiegen. Manchmal ist weniger eben einfach weniger.

Wertung: (4 / 10)

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