Stand & Fight – Stand & Fight (2003, Bridge Nine Records)

Ansässig im beschaulichen Orange County, Kalifornien, geht der archetypische Hardcore-Vierer STAND & FIGHT seinem knüppelnden Tagewerk nach und schwappt in Form einer selbstbetitelten EP nun auch über den großen Teich nach Europa über. Jene indes als Debüt-Release zu bezeichnen, schramme am eigentlichen Kern der Sache jedoch weit vorbei, veröffentlichten STAND & FIGHT doch bereits unter ihrem ursprünglichen Namen IMPACT die ähnlich gestrickte „2002 Demo”, die von Bridge 9 Records nun in die Ausmaße einer LP, wohlgemerkt zum Preis einer Maxi, gewuchte wird!

12 Songs schmettern die ehemaligen Mitstreiter von CARRY ON, COLLISION, NO REPLY und TEN YARD FIGHT darauf in knapp gehaltenen 18 Minuten in den Äther, geben in diesem Bestreben allerdings bereits mit dem Opener „Nothing New” die Richtung vor. Denn neues gehört wahrlich nicht ins Repertoire von STAND & FIGHT, die in inhaltlich gewohnt ehrlicher und musikalisch ebenso konsequenter Manier in der Masse solcherlei Formationen wie UNIFORM CHOICE oder eben entsprungenen Vorreitern wie TEN YARD FIGHT und CARRY ON versinken, ohne nennenswerte Akzente gesetzt zu haben. Innovationen zu verlangen, ginge an dieser Stelle wohl zu weit, aber erscheint die streckenweise durch aufbegehrende Monotonie schrumpfende Eigenständigkeit doch allgegenwärtig. So bildet das Dutzend Tracks grundsoliden und der Tradition des Straight-Edge die treue schwörenden Hardcore ohne Überraschungen, der alles in allem so ehrlich wie eintönig erscheint. Aber 12 Songs zum Preis einer Maxi dürften für den Genrefreund so manche Unebenheit wieder ausbügeln.

Wertung: (6 / 10)

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