Spider Crew – Too Old to Die Young (2014, WTF Records)

spider-crew-too-old-to-die-youngBumms, rappel, mosh, mosh. Manche Rezepturen werden eben nie alt. Zu ihnen gehört zweifelsfrei der Hardcore, der sich (wenn überhaupt) nur marginal verändern muss, um seiner angestammten Zielgruppe zu geben, wonach es sie verlangt. Auch die SPIDER CREW aus Wien verlässt sich auf bewährte Stilformen und reichert dabei den Sound der US-Ostküste mit wüstem Rinnstein-Oi! (und allerhand einleitenden Sprachsamples) an. Auf ihrem ironisch betitelten Mini-Album „Too Old to Die Young“ wirkt das nicht selten wie der mitteleuropäische Bruder von SLAPSHOT.

Die EP besteht aus vier aktuellen und vier neu eingespielten Songs. Die servieren die klassische Aggro-Kante und beschwören den Geist des „Wir gegen die“-Spirits. Das geht immer und bleibt schön vage, so dass jeder mit dem Finger in der Wunde popeln kann, die ihm oder ihr gerade in den Kram passt. Aber was die SPIDER CREW hier präsentiert, entblößt nicht allein beim treibenden „Punks ‘n Skins“ erhöhtes Mitgrölpotenzial. Die wuchtig geschmetterten Vocals bleiben abwechslungsreich herausgeplärrt und die üblichen Gangshouts sind willkommen wie eh und je. Wer’s ruppig mag, wird hier über rund 20 Minuten souverän versohlt. Mehr als das konnte kaum verlangt werden.

Wertung: (6,5 / 10)

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