Space Invaders – Killer Klowns From Outer Space (USA 1988)

killerklownsfromouterspaceDie außerirdischen Invasoren waren hinreichend ausdiskutiert, als die Gebrüder Chiodo zur Attacke der Killer Clowns bliesen. Mit skurriler Verspieltheit und ideenreich parodistischen B-Hommagen lassen sie das Zirkuszelt aus dem All in der amerikanischen Provinz landen und eine Horde monströser Spaßmacher über die ahnungslosen Einwohner kommen. Diese werden in Trinkpäckchen aus Zuckerwatte verwandelt und vom Karnevalszug der kostümierten Aliens von der Straße gesaugt. Zu unterbinden hat dies schauerliche Treiben natürlich die junge Generation.

Sheriff Moody (John Vernon, „Dirty Harry“), der Aufmüpfigkeit gern mit Fußtritten pariert, glaubt den Geschichten von menschenfressenden Clowns keine Sekunde. Dabei haben Mike (Grant Cramer, „Hardbodies“) und Debbie (Suzanne Snyder, „Night of the Creeps“), die im Wald doch eigentlich nur fummeln wollten, der Gefahr selbst ins Auge geblickt. Deputy Dave (von „Baywatch“ bis „24“ ein viel beschäftigter TV-Akteur: John Allen Nelson), Debbies Ex, hat zwar auch seine Zweifel, wird aber bald selbst Zeuge des unheimlichen Treibens.

In der freudvollen Nacheiferung von Billigfilm-Klassikern wie „Blob – Schrecken ohne Namen“ erzielen Regisseur Stephen Chiodo und seine am Drehbuch beteiligten Brüder Charles und Edward (das Trio designte auch die „Critters“) eine Atmosphäre zwischen mildem Gruseln und gesteigertem Amüsement. Auch wenn der Plot kein schwindelerregendes Tempo geht und die Schauspieler in Sprechpuppen-Manier eher Beiwerk der absurden Grundidee bleiben, bewahren sich die „Killer Klowns from Outer Space“, im deutschen schlicht zu „Space Invaders“ degradiert, ihre einzigartige Note.

Der kauzige Streifen lebt von der Fantasie seiner Realisierung. Die Masken der Clowns und ihre mechanisch gesteuerte Mimik überzeugen durchweg, schließlich hatten die Chiodos kein Millionenbudget zur Verfügung. Mit einigem Einfallsreichtum werden die Interieurs des Raumschiffs mit humorigen Accessoires gespickt und auch die Taktiken, mit denen die Aggressoren die Menschen „ernten“ (hervorzuheben ist das gefräßige Schattenspiel) untermauern den Unterhaltungswert. Zwar werden fast genau so viele Klischees bedient wie parodiert, seinen festen Platz in den Annalen des Trash hat sich das originelle B-Movie aber redlich verdient.

Wertung: (6,5 / 10)

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