Smoking Popes – At Metro (2006, Victory Records)

smoking-popes-at-metroAls die SMOKING POPES 1998 offiziell das Handtuch warfen, hinterließen sie eine kaum zu schließende Lücke. Immerhin prägten die Chicagoer Brüder Josh, Eli und Matt Caterer über Jahre hinweg den Begriff des Indie-Rock. Die Band gilt als Institution des Genres, was die Nachricht einer Reunion-Show auf dem Wohltätigkeitskonzert „Flower 15 Festival“ zur kleinen Sensation machte. Am 11. November 2005 betraten sie in ihrer Heimatstadt nach fast sechs Jahren Abstinenz die Bühne des restlos ausverkauften Metro-Clubs. Die Eintrittskarten waren in weniger als einer Stunde ausverkauft, die Stimmung im Saal entsprechend euphorisch. Victory Records veröffentlicht unter dem Titel „Smoking Popes at Metro“ eine CD/DVD des Auftritts und läutet damit ein neues Kapitel in der Geschichte der SMOKING POPES ein.

Das Live-Album umfasst 19 Songs (die DVD sogar 23), die neben einem schönen Einblick in die Bandbreite beinahe alle relevanten Hits auffährt. In hervorragender Soundqualität und mit merklicher Spielfreude schöpfen die Jungs mit Drummer Rob Kellenberger einen Großteil der Stücke aus den Hitalben „Born to Quit“ und „Destination Failure“, was die Einbringung von Smashern des Kalibers „Megan“ oder „Gotta Know Right Now“ garantiert. Mit punkigem Power-Pop Zwischen SAMIAM und WEEZER haben die SMOKING POPES Maßstäbe gesetzt. Nach dem erneuten Zusammenschluss darf man auf weitere, allen voran neue Outputs gespannt sein. Mögen Live-Alben auch generell ein zweischneidiges Schwert sein, im Falle von „Smoking Popes at Metro“ gibt es schlicht nichts auszusetzen. Da stört wenig, dass 2000 bereits eine Best of Live-Platte der Band erschienen ist.

Wertung: (8 / 10)

 

scroll to top