Slaughterday / Phantom Corporation – Split (2018, Bastardized Recordings)

Extreme Musik ist extrem. So oder so ähnlich (plump) könnte das Fazit der Split-7“ von SLAUGHTERDAY und PHANTOM CORPORATION lauten. Alternativ funktioniert auch: zwei Bands, drei Tracks, elf Minuten Abgründigkeit.

Die A-Seite gehört den Death-Metallern von SLAUGHTERDAY, deren einziger Beitrag „Severed Funeral“ finstere Genre-Kost mit melodischen Entlastungsstrecken aufbietet. Das Tempo ist meist schleppend gehalten, im Rhythmus jedoch sympathisch variabel. Die Vocals sind standesgemäß aus den Niederungen der menschlichen Kehle destilliert – dahingehend werden Kompromisse gemieden. Das altschulische deutsche Todesblei-Geschwader hinterlässt so positive Eindrücke. Nicht schön, aber mit Klasse.

Die verbliebenen Songs – unter der Überschrift „Belligerent Powers“ – gehen auf die Kappe der ebenfalls im Teutonenland beheimateten PHANTOM CORPORATION. Mit ihren Beiträgen, namentlich „Border Wars“ und „First World Unrest“, wird der Crust gefeiert, wobei Abstecher gen Punk und Death-Metal nicht fehlen (dürfen). Die heftige, in beiden Fällen unter drei Minuten abgefertigte Mischung wartet mit temporeicher Grundierung, heftigem Gebrüll und grundlegender Knüppellaune auf – mit beständiger Wirkung.

Lust auf mehr machen zweifelsfrei beide Combos. Aufgrund der stilistischen Verschiedenheit ist daher kaum zu sagen, wer hier die Nase vorn hat. Naturgemäß kann eine 7“ lediglich als Vorgeschmack dienen. Das hier geleckte Blut sollte Freunden extremer Klänge allerdings Ansporn genug sein, SLAUGHTERDAY und PHANTOM CORPORATION nicht aus den Augen (und Ohren) zu verlieren.

Wertung: (7 / 10)

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