Shadowchaser (USA 1992)

shadowchaser„Smart people run the other way when they hear gunfire. Which means you must be incredibly stupid… or the hero type. Which is it?” – Romulus

Blonder Bürstenhaarschnitt, muskulöse Statur und Blech im Kleinhirn – das ist der Stoff aus dem extraterrestrische Killermaschinen gefertigt sind. Wenn diese dann auch noch mit finstren Gesellen ein Krankenhaus in ihre Gewalt bringen, um für die Freilassung der Präsidententochter ein horrendes Lösegeld zu verlangen, schlägt der filmische Raubbau Purzelbäume. Doch naht bereits ein strahlender wie frisch aufgetauter Held zur Rettung und infiltriert die garstigen Gauner mit harter Hand und flotten Sprüchen.

Kampfdroide Frank Zagarino („Warhead“) und Footballer Martin Kove („Stahljustitz“) bekämpfen sich in John Eyres („Octopus“) unterhaltsamem „Stirb langsam“/„Terminator“-Rip Off „Shadowchaser“. Der Streifen ist von funkensprühender Einfalt und hochtrabender Absurdität, verfügt im Gegenzug aber über einen nicht von der Hand zu weisenden Unterhaltungswert. Denn so debil das Skript auch erscheinen mag, wirklich weh tut das actionreiche B-Spektakel niemandem.

Der preisgünstige Baller-Trash mit Rumpelstory und Auslaufdekors suhlt sich in unfreiwilliger Komik und klaut sogar bei Filmen, die seinerzeit noch gar nicht gedreht waren! Denn das Auftauen und Rekrutieren des schockgefrosteten Einzelkämpfers erinnert doch stark an „Demolition Man“ (1993). Von daher kommt zumindest der Science-Fiction-Charakter des Films voll zur Geltung. Als finstrer Bösewicht empfiehlt sich Frank Zagarino für höhere Aufgaben, kann im Prinzip aber froh darüber sein, dass die blasse Figur des Androiden Romulus seinen schauspielerischen Qualitäten entgegenkommt.

In prominent besetzten Nebenrollen treten Meg Foster („Sie leben!“), Paul Koslo („Das Gesetz bin ich“), Joss Ackland („Lethal Weapon 2“) und Ricco Ross („Aliens“) in Erscheinung. „Shadowchaser“ ist ein formal bemühter, aber kaum das geringe Budget kaschierender Action-Reißer der billigen Sorte. Vor allem die miese Kameraführung lässt die schlichten Produktionsbedingungen jederzeit erahnen. Davon abgesehen amüsiert die rasante und nie langweilige Pyro-Sause durchweg – und ist für Freunde des Genres allemal einen Blick wert.

Wertung: (4 / 10)

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