Scorpius Gigantus (USA 2005)

scorpiusgigantusSchauspieler im Karrieretief sind sich auch für nichts zu schade. Im schrottigen Horror-Actioner „Scorpius Gigantus“ geht der Kelch peinlicher Talsohlendurchschreitung einmal mehr an Jeff Fahey, der sich mit Nebenrollen in der TV-Sensation „Lost“ sowie den Robert Rodriguez-Filmen „Planet Terror“ und „Machete“ aber mittlerweile rehabilitieren konnte. Der von Terence H. Winkless („Das Nest“) produzierte und co-verfasste Monster-Murks zeigt ihn als toughen Major Reynolds, der im Osten Europas auf brandgefährliche Geheimmission gesandt wird. Mit seinem Team spezialisierter US-Kämpfer (sowie ausgesuchten Nato-Soldaten) soll er einen geheimen Militärtransporter bergen, der von russischen Mafiosi gekapert wurde.

Die akute Unsinnigkeit des Gesamtszenarios offenbart sich bereits beim einleitenden Überfall, der die zur Verteidigung von Laster und Fracht abkommandierten Truppen zu wehrlosen Zielscheiben stempelt. Das Kunstblut spritzt zwar reichlich, über C-Niveau reicht der optisch an Großvaters Camcorder gemahnende Streifen aber zu keiner Zeit hinaus. Neben den Darstellern, aus deren Reihen Fahey trotz enormer Lustlosigkeit locker hervorsticht, sorgen aber vor allem die simplen Computertricks für Schaudern. Denn wo andere Billigheimer ihre Monstren wohlweislich bis zum Schlussakt in relativer Unsichtbarkeit belassen, geizt Einweg-Regisseur Tommy Withrow vom Fleck weg nicht mit krudem CGI-Gestrüpp.

So haben die ach so fiesen Russen den Laster kaum in einem verlassenen Industrieareal geparkt, da machen ihnen drei genetisch manipulierte Hybride aus Skorpion und Kakerlake auch schon den Garaus. Mit jenen bekommen es natürlich bald Reynolds und seine Untergebenen zu tun, wobei sie von Wissenschaftlerin Dr. Preston (Jo Bourne-Taylor) begleitet werden, die die Unversehrtheit der Tiere gewährleisten soll. Die Soldaten sind von dieser Order selbstredend wenig begeistert, immerhin neigen die Kreaturen nicht nur zu Riesenwuchs, sondern beginnen auch sich zu vermehren. Auf einem verlassenen Frachtschiff macht sich die dezimierte Truppe schließlich daran, die schier unbezwingbaren Ungeheuer entgegen ihres Einsatzbefehls auszumerzen.

Dazwischen verwandelt das Gift der Insekten einen der Soldaten in einen willigen Kollaborateur, während ein anderer im Angesicht der Gefahr über die Rache der Natur sinnieren darf. Natürlich dürfen auch Reibereien zwischen US- und Nato-Kämpfern nicht fehlen, was die Lachhaftigkeit der ungemein gestelzten Dialoge fortwährend befeuert. Das Schnürsenkelbudget dieses von B-Choryphäe Roger Corman („Carnosaurus“) als ausführendem Produzenten abgesegneten Mega-Cheapie kann durch Tempo und Blut allein aber unmöglich egalisiert werden. Der Spaßgehalt bleibt entsprechend gering, womit diese Ausgeburt der Zeitverschwendung selbst für die simpelsten Geschmäcker eine blanke Zumutung bleibt.

Wertung: (2 / 10)

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