Satanic Surfers – Taste the Poison (2005, Bad Taste Records)

satanic-surfers-taste-the-poisonDass die SATANIC SURFERS das musische Rad auch auf ihrem jüngsten Album nicht neu erfinden würden, war so klar wie das Amen in der Kirche. Im Laufe ihres Werdeganges haben die Mannen um Sänger und Ex-Trommler Rodrigo Alfaro die eigenwillige Mixtur aus politisch motiviertem Punkrock und melodiösem Hardcore zur ureigenen Perfektion getrieben. Künstlerisches Fortschrittsdenken und Progressivität brauchte es dazu nicht. Mehr schon unbändige Energie und Herzblut. Davon kündet auch „Taste the Poison”.

Die Texte erweisen sich als gewohnt hintergründig, die Melodien treibender denn je. Trotzdem braucht die neue Platte der SURFERS Zeit zur Entfaltung. Weniger eingängig als „Unconsiously Confined”, dafür besser produziert und überzeugender als „Fragments and Fractions”, liegt „Taste the Poison” irgendwo zwischen den letzten zwei Outputs der Schweden. An Hits mangelt es der Scheibe dennoch nicht. Dafür bürgen allein die Tracks „U + I R 1″ und „Restless anger”. 

Persönlich obliegt mir kein ausgeprägter Objektivismus im Umgang mit den SATANIC SURFERS. Mehr schon die Perspektive des eingefleischten Fans. Aus dieser Sicht ist „Taste the Poison” eine typische SURFERS-Platte. Typisch, weil die Band in ihrer qualitativen Beständigkeit kaum von ihrem etablierten Grundkonzept abweicht und doch genug Abwechslung mit sich bringt, um auch den aktuellen Streich von ihrem übrigen Oeuvre abzuheben. Für Freunde der SATANIC SURFERS bleibt alles beim Alten – und das will zur Abwechslung positiv verstanden werden. 

Wertung: (7,5 / 10)

scroll to top