Satanic Surfers – Keep Out! (1994, Burning Heart Records)

satanicsurferskeepout„…You’re a Nazi Skinhead and I know you hate me / Because I´m not like you no and I don´t share your opinion / Your fascist way of thinking, your racist point of view and your primitive way of acting / Tell you what you can do! / You can take your nationalism and you can shove it up your asses / And you can take your white Arian pride now and you can shove it up your asses…”

Die SATANIC SURFERS zählen ungeachtet ihrer Auflösung zur Speerspitze des europäischen Independent. Einen für sie bedeutenden musikalischen Schritt markiert das ´94er Burning Heart-Debüt „Keep Out“. Die Melodien traten stärker in den Vordergrund als noch auf der ruppigen Debüt-EP „Skate to Hell“, gleichsam sollte sich die zukünftige Entwicklung in der Rückbesinnung bereits andeuten. Augenscheinlich ist das Mini-Album ein typischer Vertreter des seinerzeit rasant sein Einzugsgebiet vergrößernden Schweden-Punk. Allerdings wussten die SURFERS von der Frische des Augenblicks zu profitieren und legten den Grundstein für spätere Erfolge mit steigender Eingängigkeit und ersten politischen Statements.

Acht flotte Nummern in meist angebrachter Kürze, letztmalig vom originalen Frontmann Ulf vorgetragen. Um die zeitgemäßen Ska-Rhythmen kamen auch sie nicht herum, so beispielsweise eingeflochten im Auftakt der Onanie-Ode „Dickweed“. Bei all den obligaten Breaks, den simplen Akkorden und den leicht in Erinnerung zu behaltenden Mitgrölrefrains mühte sich der (Noch-)Fünfer um Abwechslungsreichtum. Dabei heraus kommen gelungene Experimente wie das lässige Fahrstuhlmusik-Intro von „Arthead“. Die beständigste Erkenntnis von „Keep Out“ manifestiert sich jedoch erst beim abschließenden Anti-Neonazi-Smasher „Don´t Skate on My Ramp“, bei dessen Hintergrundgesang Drummer Rodrigo Alfaro die Wirksamkeit seines Organs unter Beweis stellte. Und die machte ihn nach Ulfs Ausstieg zusätzlich zur unverkennbaren Stimme der Band. Ein dezent angestaubter, obgleich nach wie vor überaus launiger Klassiker.

Wertung: (7 / 10)

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