Romano Nervoso – I Don’t Trust Anybody Who Doesn’t Like Rock n’ Roll (2018, Mottow Soundz)

Italien gilt nicht zwingend als Wiege des Rock’n’Roll. Beim Blick auf ROMANO NERVOSO und damit verbunden sein bereits sechstes Album „I Don’t Trust Anyone Who Doesn’t Like Rock n‘ Roll“ könnte man allerdings glatt anderer Meinung sein. Der Vollblut-Musiker und selbsternannte „Godfather of Spaghetti Rock“ – bürgerlicher Name: Giacomo Panarisi – feiert die alternative Tanzmusik, als gäbe es kein Morgen mehr. Dafür hat er eine Band um sich geschart, die seine Vorstellung vom akzentreich vorgetragenen, punkig-rollenden Rock mit Verve, Wonne und saftigem Glam-Rock-Einschlag umsetzt.

In der Herleitung (und darüber hinaus) erinnert das an eine Mischung aus THE HIVES und den RAMONES. Die Messlatte wird mit den Auftakt-Tracks „American Dream“ und „Rather Kill a Man“ sympathisch hoch angesetzt – und durch zum fidelen Abspacken einladende Hits wie „Televised“, „Blues Is the Teacher“ oder „Thursday Night Fever (At the Rockerhill)“ furios untermauert. Stimmige Variation erfährt das oft treibende Tempo u. a. durch das weitgehend italienisch gesungene „Looking for Sun“ oder das mit Stilismen klassischer Italo-Western-Soundtracks versehene „Meet the 300 Sicilians“. So zündet ROMANO NERVOSO mit „I Don’t Trust Anyone Who Doesn’t Like Rock n‘ Roll“ ein wunderbar eingängiges, vom schwedischen Soundtüftler Pelle Gunnerfeldt (FIRESIDE) gemischtes Feuerwerk. Stillstehen? Unmöglich!

Wertung: (8 / 10)

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