ROAM – Backbone (2016, Hopeless Records)

roambackboneJawohl, es gibt sie auch im Pop-Punk. Jene Bands, die die klassischen Muster eines Genres oder den stets wiederkehrenden Einheitsbrei durchbrechen und einen Blick über den Tellerrand wagen. Wie das ganz vortrefflich gelingt, beweisen zum Beispiel THE WONDER YEARS seit Jahren. ROAM gehören ganz gewiss nicht zu dieser Kategorie. Das britische Quintett beweist vielmehr, dass der x-ten Version der immer gleichen Leier noch wenigstens eine weitere folgen kann.

Wobei es ja auch immer eine Sache der Betrachtung ist. Denn die Zielgruppe ist in all den Jahren kaum kleiner geworden. Insofern kann es auch durchaus mit ROAM klappen. Handwerklich sind die Jungs zudem sauber aufgestellt. Das Tempo pendelt sich meist im gehobenen Bereich ein und wird immer wieder in typischer Manier variiert. Der klare Gesang tut nicht weh, hinterlässt aber auch keine bleibenden Eindrücke. Melodische Songs mit eingängigen Refrains können sie natürlich auch. „Deadweight“ ist sicherlich ein Song den man schon tausendfach gehört hat. Ganz bestimmt auch schon deutlich schlechter als hier. Die akustische Quotenballade („Tracks“) haben uns ROAM jedoch trotzdem nicht erspart.

Wer sich noch nicht satt gehört hat an all den lieben Jungs, der darf auch hier gern ein Ohr riskieren. Alle anderen verpassen aber einfach nicht sonderlich viel.

Wertung: (6 / 10)

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