River City Rebels – Hate to be Loved (2004, Victory Records)

river-city-rebels-hate-to-be-loved„I’ll tear your heart out / Oh, ex-love of mine / Sing that song of loneliness / That one that no one hears but you / Then you’ll hurt like I do…” – ‘Hurt Like I Do’

Mit ihrem vierten Langspieler treten die RIVER CITY REBELS endlich aus dem unmündigen Schatten RANCID’s und der U.S. BOMBS heraus. Mehr noch belebt das spielfreudige Sextett mit „Hate to be Loved” die Ursprünge des Punk und präsentiert lupenreinen Glam-Rock ‘n Roll zwischen IGGY AND THE STOOGES und der „Rocky Horror Picture Show”. Kein Klischee erscheint zu ausgebrannt, keine „Sex, Drugs & Rock’n’Roll”-Phrase zu abgenutzt, als dass nicht dankbar darauf zurückgegriffen werden würde. Doch kopieren die RIVER CITY REBELS nicht einfach die 70’s-Attitüde von Glamour, Glanz und Glorie, sondern verströmen selbige förmlich mit jedem Akkord, jedweder Silbe.

Bereits der starkte Opener „Hurt Like I Do” lässt mittelprächtige Releases der Kategorie „No Good – No Time – No Pride” vergessen. Selbst die für den Stil der RIVER CITY REBELS unabdingbaren Bläser werden mit Bedacht eingesetzt, nicht wie gewohnt als künstlerischer Lückenfüller verheizt. Das verträumte wie dreckige Dutzend Tracks erhebt sich auf „Hate to be Loved” in bisweilen epische Sphären, markiert ein schieres Füllhorn liebevoller Reminiszenzen und gleichwohl treibender Kick-Ass Parts. Abgerundet wird die famose Scheibe durch namhafte Gastmusiker wie Produzent Sylvain Sylvain (NEW YORK DOLLS), Jesse Malin (D GENERATION) oder Grammy-Gewinnerin Lisa Fisher. Die RIVER CITY REBELS sind die gespreizten Schenkel auf der Rückbank eines alten Ford Mustang, das imaginäre Farbenspiel eines wüsten LSD-Trips. Wer „Under Suspicion” von MADCAP mochte, der wird an „Hate to be Loved” kaum vorbei kommen!

Wertung: 7.5 out of 10 stars (7,5 / 10)

 

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