Rise and Fall – Into Oblivion (2005, Reflections Records/Deathwish Inc.)

rise-and-fall-into-oblivionSie selbst bezeichnen ihre Musik als Punkmetal. Irgendwo dazwischen, in den Grauzonen des Hardcore, finden RISE AND FALL ihren Platz. „Into Oblivion“ ist ihr neuestes Album, das zweite nach „Hellmouth“. An den Reglern saß CONVERGE-Mastermind Kurt Ballou. Allein das lässt die Richtung erahnen, in die der belgische Vierer mit seiner jüngsten Scheibe driftet. Es ist das, was John Goodman im Film „The Big Lebowski“ gern als „A world of pain“ bezeichnet. Übertragen bedeutet dies 10 Tracks pure Verzweiflung, hysterische Selbstauflösung und verschachteltes Geknüppel.

Nihilismus wird offen zur Schau gestellt, der Verfall sozialer Strukturen zum Kernthema deklariert. Musikalisch reduziert sich „Into Oblivion“ auf abgründigen Hardcore-Punk. Metal ist kein unmittelbarer Bestandteil, auch wenn das Genre gelegentlich gestreift wird. RISE AND FALL erinnern, nicht zuletzt aufgrund Kurt Ballous Mitwirkung, an MODERN LIFE IS WAR. Der Sound ist dreckig, die heiser herausgespieenen Vocals verwaschen. Nicht nur im finalen Akustik-Track „Ruins“ weht der Wind des Verfalls über die Platte. Es fällt schwer, sich im Angesicht solch vertonter Depression seinen Optimismus zu bewahren. Die Klasse von „Into Oblivion“ schmälert dies aber nicht.

Wertung: (7 / 10)

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