Resurrection – Soul Descent – March of Death (2014, Old School Metal Reords)

resurrection-soul-descentTod, Verderben, Seelenpein. Das sind die Themen, mit denen sich RESURRECTION auf ihrer EP „Soul Descent – March of Death“ auseinandersetzen. Also nix für unerschütterliche Optimisten, sondern eher für diejenigen Zeitgenossen, bei denen sich die Schwärze des Gemüts auch in den Klamotten widerfindet. Zu viel Klischee? Möglicherweise, der abgründige Charakter des halben Dutzend Tracks lässt sich an Titeln wie „Cannibalized“, „Rain of Ashes“ oder „Bringer of Death“ dennoch locker festmachen.

Ausdruck erhält dieser über räudig dumpf produzierten Death-Metal, dessen etwas kraftlose Vocals wie ein düsterer Hauch wirken. Die Gitarren bieten zwar auch klassisch kreischige Melodie-Entgleisungen, in der Hauptsache aber wird zünftig kesselnden und gern dissonant arrangierten Krachsalven in nachtschwarzem Anstrich gefrönt. Die Anlehnung an die alte Todesblei-Schule – mit „Embalmed Existence“ konnte anno 1993 selbst ein Klassiker eingespielt werden – wird u.a. mit „Betrayal“ vollzogen, so dass der zünftigen Friedhofssause eigentlich nichts mehr im Wege stehen sollte.

Schon wieder mehr Klischee als nötig? Dem Assoziationskarussell, das die auf fast allen Positionen neu besetzten Mannen aus Florida mit diesem kurzen Exkurs Richtung Höllenschlund in Gang bringen, ist aber auch wenig entgegenzusetzen. Das auf rund 40 Sekunden Getrommel in rhythmischer Militär-Manier reduzierte „March of Death“ und das gewöhnungsbedürftige IRON MAIDEN-Cover „The Trooper“ ändern daran trotz gemehrter Abwechslung wenig. Doch ironisch gewendet oder nicht, „Soul Descent“ bleibt das Lebenszeichen einer Band, die versucht sich neu zu erfinden. Das funktioniert, begeistern kann es jedoch nicht.

Wertung: (6 / 10)

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