Replicant (USA 2001)

replicantDie Zeiten, in denen man sich zumindest aus unterhaltungstechnischen Gründen auf die neuesten Streiche der belgischen Wuchtbrumme Jean-Claude Van Damme freuen konnte, sind bekanntermaßen lange vorbei. Und nach „Inferno”, der alles andere als gelungenen „Yojimbo”-Verlade im preisgünstigen Trash-Format, versucht der Schauspielpraktikant die holprig anlaufende Hollywood-Karriere von Hong Kong-Actionguru Ringo Lam („Full Contact”, „City on Fire”) anzutreiben. Ein toller Versuch!

In „Replikant” spielt Van Damme den Serienkiller Garotte, der mit Vorliebe Frauen killt und sonst nur durch seine gelbe Sonnenbrille und die ölige Frisur auffällt. Güteklasse B-Nebendarsteller Michael Rooker („Replacement Killers”) ist Detective Riley, der, anstatt den Killer dingfest zu machen, lieber in Rente geht und mit Booten spielt. Als dann aber ein im Geheimlabor geklonter zweiter Van Damme (!) einen Aufpasser zum Gassigehen braucht, wird der Detective wieder auf den Plan gerufen, um den Killer endgültig zu fassen.

Der Film besticht durch sinnfreie Dialoge und den mitunter brüllend komischen Versuch Van Dammes, den „Rain Man”-Ähnlichkeitswettbewerb zu gewinnen. Denn der Killer-Klon ist ein zurückgeblieben wirkender Eigenbrötler, der sich Nahkampftechniken aus dem Fernsehen abschaut und von Riley als Mittel zum Zweck in der Gegend herumgeschubst wird. Dass die menschlichen Aspekte der Geschichte im Vordergrund stehen, tut „Replikant” nicht gerade gut. Die spärlich gesäten Actionsequenzen sind immerhin routiniert in Szene gesetzt. Aber auch das täuscht kaum darüber hinweg, dass dieses Machwerk ausgewachsener Mist ist!

Wertung: 3 out of 10 stars (3 / 10)

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