Rentokill – Antichorus (2007, Rude Records/Cargo Records)

Dass Österreich durchaus für politischen Punkrock steht, haben bereits RED LIGHTS FLASH zur Genüge bewiesen, die als die kleinen Brüder im Geiste von ANTI-FLAG angesehen werden können. Auch RENTOKILL schlagen in eine ähnliche Kerbe, allerdings wirkt deren Sound etwas rauer als der ihrer Kollegen. Mit 10 Jahren auf dem Buckel und unzähligen Support-Shows sind RENTOKILL in der Szene sicherlich keine Unbekannten mehr, einigen wird zudem auch noch die vor einigen Monaten erschienene Split mit RED LIGHTS FLASH im Gedächtnis sein. Über Rude Records wird nun mit „Anitchorus“ das neue Album des Quartetts veröffentlicht, das in vielerlei Hinsicht keine Wünsche offen lässt und die Band besser denn je präsentiert.

Frönte man früher noch mehr dem Hardcore und erinnerte mitunter an STRIKE ANYWHERE, so hat der Punkrock auf „Antichorus“ nun eindeutig die Oberhand gewonnen. RENTOKILL sind zum einen melodischer und eingängiger geworden, ohne aber auf der anderen Seite die Message hinter der Musik zu vernachlässigen. Der raue Gesang ist weiterhin geblieben – Ähnlichkeiten zu THE LAWRENCE ARMS sind sicherlich nicht von der Hand zu weisen –, dennoch klingt man nie nach 08/15-Bubblegum, sondern wahrt eine härtere Note. Inmitten der 15 Songs befinden sich einige Hits, besonders sticht wohl ein Singalong-Kracher wie „Primetime Killers“ hervor, doch auch „Para Fin(e)“ oder „Step Over the Wall“ offenbaren gehöriges Hitpotenzial. Wer die Jungs auf Tour sehen möchte, hat dazu in (fast) ganz Europa die Gelegenheit, denn RENTOKILL werden in diesem Sommer ausgiebig europäische Bühnen entern. Tolles Album einer Band, die sich hier wahrlich rausgeputzt hat.

Wertung: (7,5 / 10)

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