Red City Radio – The Dangers of Standing Still (2011, Gunner Records/Paper + Plastick)

Wieder einmal sorgt Gunner Records – in Übersee ist es Paper + Plastic – für ein glückliches Grinsen im Gesicht. Etwas anderes erwartet man aber mittlerweile schon gar nicht mehr. Doch im Falle von RED CITY RADIO aus Oklahoma City klingt alles wieder so unglaublich einfach und leidenschaftlich. Ein Nichtmögen des Quartetts scheint unmöglich, deren musikalisches Herz im Zentrum Gainesvilles schlägt und sie all das gute von Bands wie HOT WATER MUSIC, DEAR LANDLORD oder NOTHINGTON vereinen.

Somit bietet ihr Albumdebüt „The Dangers of Standing Still” eine Dauerschleife aus liebevollen, energetischen wie trinkfreudigen Dreiminütern, bei denen man mit seinen besten Kumpels glücklich vereint den Alltag hinter sich lassen kann. Dass sich hier gleich zwei Sänger die Ehre geben, versteht sich fast von selbst. Einer ist wie gewohnt für den raueren und einer für die etwas klareren Gesangsparts zuständig. Wobei die Übergänge fast nahtlos ablaufen. Währenddessen darf man bei vielen mitgröltauglichen Refrains die Fäuste ballen. RED CITY RADIO machen gewiss nicht viel anders als andere Bands. Im Vergleich zur Masse aber einen Tick besser, leidenschaftlicher und vielleicht auch hymnischer. Die Begeisterung beginnt mit den ersten Tönen des Openers „An Introduction of Sorts” und endet erst mit dem finalen „Nathaniel Martinez”.

Dazwischen erzählen sie ihre kleinen, ehrlichen Geschichten, mal in etwas schnellerem Gewand („You’re Poison, I’m Well”) und mal etwas gezügelter, jedoch nicht minder begeisternd („Drinking Yourself Into the Future”). Tolles Album einer unbedingt lohnenswerten Band.

Wertung: (8 / 10)

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