Rage Against the Machine – Rage Against the Machine (1992, Sony BMG)

ratmstEs gibt diese Alben, alle paar Jahre einmal, mit denen sich Gruppen ihren Platz im Olymp der Rockgeschichte sichern. Eines davon ist unbestritten das selbstbetitelte Debütalbum von RAGE AGAINST THE MACHINE. Als dieses 1992 erschien, wurde nicht nur Crossover salonfahig, nein, der Einfluss dieser Band war überall zu spüren. Die Combo um Frontmann Zack de la Rocha und Gitarrist Tom Morello, ergänzt von Bassist Tim Commerford und Drummer Brad Wilk, machte stets ihr eigenes Ding, nur eben mit äußerst großem Erfolg. Das Album schlug ein wie eine Bombe, die hochpolitischen Texte, gepaart mit unbändiger musikalischer Energie, prägten mehr als nur ein ganzes Genre. Denn für die Band war und ist die Politik immer auf einer Stufe mit ihrer Musik.

Aggressiv, aber intelligent, beides trifft wohl auf das Debüt von RAGE AGAINST THE MACHINE zu. Das einzigartige Gitarrenspiel von Tom Morello prägte den Sound nachhaltig. Selten hat man einen vielseitigeren Gitarristen als ihn erlebt, derart ausufernde Saitenspiele sind bis heute beispiellos. Harte Metall-Riffs treffen auf funkige Strukturen, dazu der voluminöse Sprechgesang von Zack de la Rocha, der fast in der Lage ist, sein Innenleben mit voller Inbrunst nach außen zu kehren. Mit „Killing in the Name“ hat man mehr als eine Hymne geschrieben, es ist eher ein Manifest („Fuck you, I won´t do what you tell me!“), ähnliches gilt für die nicht minder intensiven „Bullet in the Head“ oder „Bombtrack“. Etwas funkiger, aber von nicht minderer Durchschlagskraft, ist ein Stück wie „Take the Power Back“ oder das grandiose „Know Your Enemy“. Ein Song wie „Fistful of Steel“ geht im Vergleich schon fast etwas unter. Auch wenn mittlerweile mehr als fünfzehn Jahre ins Land gezogen sind, an ihrer Power und ihrem Status haben weder RAGE AGAINST THE MACHINE noch die Stücke ihres Debütalbums eingebüßt. Sicherlich eines der wichtigsten Rockalben der 90er Jahre, wenn nicht überhaupt.

Wertung: (10 / 10)

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