Pulley – Together Again for the First Time (2001, Epitaph Records)

pulley-together-again-for-the-first-timeAuf PULLEY ist Verlass. Bis zur Jahrtausendwende veröffentlichten die US-Westküstler maximal alle zwei Jahre eine neue Platte, wobei sie einen wohligen Qualitätsstandard etablierten, der sich nicht zwingend von anderen Vertretern des Melo-Core jener Ära abhebt, davon abgesehen aber bestenfalls überschaubare Angriffsfläche für Kritik bietet. Dafür steht auch „Together Again for the First Time“, ihr wiederum über Epitaph herausgebrachtes viertes Album. Auf dem gehen die Jungs um den im selben Jahr aus dem Profi-Baseball ausgeschiedenen Scott Radinsky den Weg des Vorgängers „@#!*“ konsequent weiter.

Das bedeutet melodisch ausgefeilte Punk-Rock-Tunes im mittleren Drehzahlbereich, angereichert mit stimmigen Tempowechseln und punktiert schmissigen Singalongs. Diese keineswegs einzigartige Mischung brachte Vergleichsmöglichkeiten zu FACE TO FACE, was bei „Empty“ besonders auffällig erscheint. Zu verstecken brauchten sich PULLEY vor namhafteren Genre-Kollegen allerdings nie, das unterstreichen stattliche Hits wie „In Search“, „History Repeats Itself“, „Fuel“, „Runaway“, „Leather Face“ oder „Same Sick Feeling“ mit beachtlicher Souveränität. Bei 13 Songs in 30 Minuten ist im Punk ohnehin kaum Platz für Langeweile – vor allem nicht, wenn ein Beitrag wie „Destiny“ lediglich 19 Sekunden dauert. Sicher nicht die Neuerfindung des Rades, dafür eine Scheibe mit Schmiss.

Wertung: (7 / 10)

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