Prowl (USA/GB/BG 2010)

prowl-2010Seit 2006 beschert uns das After Dark Studio alljährlich ein Horrorfest mit dem bedeutungsschwanger klingenden Titel ´8 Films to Die For´. Die Qualität der gezeigten Filme ist, wie sollte es auch anders sein, höchst unterschiedlich und schwankt zwischen genial („Black Dynamite“) und nicht weiter erwähnenswert („Snoop Dogg’s Hood of Horror“). Nach besagtem Festival erscheinen die gezeigten Beiträge gebündelt in einer schmucken Box. Nur verliert die durch den Gutteil verzichtbarer Werke deutlich an Reiz. „Prowl“, der im Rahmen des diesjährigen Programms gezeigt wurde, ist leider auch so ein Rohrkrepierer.

Amber (Courtney Hope) hat keinen Bock mehr auf die Kleinstadt und in ihrer Clique wird gemunkelt, dass die Großstadt viel mehr zu bieten hat. So dauert es nicht lange und der jungen Frau steht eine Wohnungsbesichtigung im urbanen Ballungsraum bevor. Und weil ihre Freunde auch was erleben wollen, fahren eben gleich alle mit. Drogen und Alk hat man genug eingepackt, leider scheint das Abenteuer mit Aussetzen des Wagens schon nach wenigen Kilometern ein jähes Ende zu finden. Doch hat die Gruppe Glück und wird von einem zuvorkommenden Trucker mitgenommen, der auf der Ladefläche seines LKW ausreichend Platz für alle bietet.

Aber es ist im Horror-Genre nun mal wie es ist: So nett wie anfänglich gedacht ist der hilfsbereite Fahrer dann doch wieder nicht. Schließlich endet der Trip auf einem verlassenen Schlachthofareal, das Neophyten der Vampir-Rasse zur ausgiebigen Menschenjagd nutzen. Dabei erfährt der Zuschauer, wie auch die Figuren selbst, erst spät, womit man überhaupt konfrontiert wird. Als geübter Betrachter, der die gelungene Comicadaption „30 Days of Night“ gesehen hat, weiß man aber bereits beim ersten Sprung einer lichtscheuen Kreatur, wer oder vielmehr was sich da im Dunkeln tummelt.

Leider sind die Angriffe der Vampire unglaublich lieblos inszeniert und die Opferschar wird allzu schnell dezimiert. Rasch übrig bleiben Amber und ihre Freundin Suzy (Ruta Gedmintas), die eine halbe Ewigkeit auf der Anlage vor den Blutsaugern fliehen. Und heulen. Und zum nächsten Versteck huschen um, man ahnt es schon, zu heulen. Das ist mit einem Wort laaaaaaangweilig! Der Versuch eines finalen Twists ist leider auch ein kompletter Schuss in den Ofen und so unerwartet wie dämlich offenbart. Vampir-Filme gibt es gegenwärtig en masse und nicht wenige von ihnen sind von bescheidener Qualität. Aber „Prowl“, das muss einfach gesagt werden, ist von absolut beschissener Güte.

Wertung: (2 / 10)

 

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