Pompeii – Nothing Happens for a Reason (2009, Eyeball Records/Cargo Records)

pompeii-nothing-happens-for-a-reasonDie Klangfarbe des Herbstes stellen POMPEII. Mit hauseigener Cellistin, weit ausholenden Melodiebögen und einer Atmosphäre, bei der wohliger Gleichklang von zwischenzeitlichem Knistern überlagert wird. In etwa wie bei einem Feuer im offenen Kamin. „Nothing Happens for a Reason“ ist das zweite Album der texanischen Band, die zwischen LAST DAYS OF APRIL und den GET UP KIDS (zu „On a Wire“-Zeiten) dem Indie-Pop frönen. Das gefällt, wenn auch keine die Erwartungen sprengenden Überraschungen bereit auf den Hörer warten.

Mit seichtem, leicht quakigem Gesang und vereinzelt rockigen Zwischenspielen entfaltet das Gespann Charme. Markante Ausbrüche indes bleiben aus. Man übt sich in Bescheidenheit, erdet selbst die vermeintlich großen emotionalen Momente in sympathisch unspektakulärer Manier. Auch wird Fragilität nicht mit Weinerlichkeit verwechselt, wodurch die melancholische Grundierung nie zum Selbstzweck verkommt. „Nothing Happens for a Reason“ ist einfach ein schönes Album, zurückhaltend, beschaulich, aber durchaus verspielt und trotz träumerischer Nuancen von einnehmender Klarheit. Eine Scheibe, wie gemacht für die kalten Jahreszeiten.

Wertung: (7 / 10)

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