Plain – Bulldoze Your Dreams (2003, Mad Mob Records)

Hardcore solider Natur präsentiert das in Berlin ansässige Quartett PLAIN, das mit „Bulldoze Your Dreams“ nach zwei EPs seinen Debüt-Langspieler entfesselt. Dabei dreschen 13 Tracks mit der Energie einer Planierraupe auf den Hörer ein und hinterlassen im Zuge der knapp 39-minütigen Dauer einen insgesamt durchwachsenen Eindruck. Denn PLAIN kratzen mit ihrem selbstbewusst nach vorn getriebenen Sound passagenweise deutlich am Überdurchschnitt, obgleich das Gespann instrumental oft befangen in eingefahrenen Genrestrukturen erscheint.

Davon unbeeindruckt peitscht das prägnante Organ von Sänger Max die rüden, Metal-beeifnlussten Stücke überwiegend aus der gröbsten Gefahrenzone klanglicher Nichtigkeiten heraus. Um Abwechslung bemüht, verknüpfen PLAIN handwerklich solide Tempowechsel, schalten geschickt von Melodie auf kompromisslose Knüppelparts um, auch wenn die Unterstützung durch einen zweiten Gitarristen der Band womöglich den erforderlichen Feinschliff beschert hätte.

So spielen PLAIN ihr Potential nicht vollends aus, da können auch Kracher wie der vielversprechende Opener „Lifesplit“ oder das wuchtige „Swandive“ nur teilweise adäquate Vertröstung bescheren. Vor dem instrumental gehaltenen Finale „Overtime“ brechen die Hauptstädter mit „Fear Yourself“ noch in Gefilde deutschsprachiger Sangeskunst auf und führen „Bulldoze Your Dreams“ letztlich zu einem versöhnlichen Abschluss. Alles in allem betrachtet gefällt der Albumeinstand von PLAIN, im Übrigen erschienen bei Mad Mob Records, durchaus, aus der Masse gleichgearteter Formationen scheint er jedoch einfach zu selten heraus.

Wertung: 6 out of 10 stars (6 / 10)

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