Party Animals (USA 2002)

party-animalsDie Comedy-Schmiede National Lampoon hat in den USA eine lange Tradition. Die wird nach einigen Jahren der Kinoabstinenz mit „Party Animals“ fortgeführt. In dem ist Van Wilder (Ryan Reynolds) so etwas wie eine Gottheit des Coolidge Colleges. Seit mittlerweile 14 Semestern treibt der berühmt berüchtigte Party-Macher dort sein Unwesen und hält es auch alles andere als nötig, seinen Abschluss zu machen. Im Laufe der Jahre hat er sich zum beliebtesten Schüler gemausert, der jedem mit Rat und Tat zur Seite steht.

Darüber hinaus organisiert er für den gesamten Campus die Partys. Um alles ordentlich managen zu können, kurvt er mit einem Golfwagen durch die Gegend und hat mit Taj (Kal Penn) einen indischen Assistenten. Als sein schwerreicher Vater (Tim Matheson) dahinter kommt, dass sein Sohn noch immer keinen Abschluss hat, streicht er kurzerhand die Studienzuschüsse.

Doch da er ein unglaubliches Talent für das Organisieren von Partys aufweist, beabsichtigt er die anfallenden Lehrgebühren mit solchen Festivitäten zu finanzieren. Gleichzeit soll Nachwuchsjournalistin Gwen (Tara Reid) einen Bericht über ihn für die College-Zeitung schreiben. Wie sollte es anders kommen, die beiden verlieben sich ineinander. Da hat allerdings Gwens Freund, der herangehende Arzt Richard (Daniel Cosgrove) etwas gegen.

Wer zum hundertsten Male einen Abklatsch von „American Pie“ sehen möchte, der kann sich „Party Animals“ getrost geben, denn der von Walt Becker gedrehte Film ist häufig darauf bedacht, das ohnehin schon niedrige Niveau solcher Streifen weiter zu senken. Dass er dabei allerdings keine neuen Ideen parat hat, versteht sich fast von selbst. Durchfall, Sex mit einer älteren Dame oder Genital-Säfte (diesmal darf ein Hund als Spender herhalten), Grenzen gibt es hier keine. In diesen Momenten ist der Film alles andere als lustig, sondern eher peinlich.

Auch die Darsteller haben wenig zu bieten. Ryan Reynolds („Ich liebe Dick“) sollte lieber wieder in Sitcoms spielen und Tara Reid („American Pie 1+2“) bleibt wie gewohnt blass und besticht eher durch ihre optischen Reize. Ein Wiedersehen gibt es dafür mit Paul Gleason, den viele wohl aus dem unerreichten „Breakfast Club“ kennen werden, sowie Erik Estrada („CHiPs“). So ist „Party Animals“ eigentlich zu keinem Zeitpunkt richtig originell, aufgrund einer Handvoll witziger Treffer aber auch nicht gänzlich verschenkte Zeit.

Wertung: (4 / 10)

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