P.O. Box – F#rth#r (2014, Long Beach Records)

poboxfAuch mit ihrem dritten Album lassen P.O. BOX aus Frankreich nichts anbrennen. Weiterhin wird Ska-Punk der Extraklasse geboten, wobei die deutlich stärkere Betonung auf dem Begriff Punk liegt. Musikalische Gemeinsamkeiten bestehen vor allem mit THE FLATLINERS. Insbesondere dann, wenn die Bläserfraktion in den Hintergrund rückt. Die durchaus härtere musikalische Gangart passt aber wie gewohnt zu den inhaltlich engagierten Texten. Politisch wie eh und je prangern P.O. BOX auch auf „F#rth#r“ Missstände und Ungerechtigkeiten an. Sei es in ihrem Heimatland oder auf globaler Ebene.

Mit etwas Missgunst könnte man ihnen jedoch eine gewisse Stagnation vorwerfen. Denn musikalisch treten die Franzmänner eher auf der Stelle und präsentieren sich im Grunde so, wie bereits auf ihrem Debüt „…And The Lipstick Traces“. Schmissige Chöre wie beim famosen „Divide And Rule“ kennt man, genau so Abgehsongs der Marke „Cogito Ergo Sum“ oder „Tres De Mayo“. Etwas gemächlichere Töne schlagen sie kurzzeitig „Poto & Cabengo“ an. Einzigartig macht das diese Band nicht. Aber sie unterhalten einfach prächtig. Veränderungen jedweder Art sind manchmal sicherlich gut und richtig, in diesem Falle jedoch nicht wirklich notwendig. P.O. BOX spielen ihre unverkennbaren Stärken auch auf ihrem dritten Album gnadenlos aus. Und das reicht hier vollkommen aus.

Wertung: (7 / 10)

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