Nymphea Mate – Endio (2011, Hertz Brigade/Audioglobe)

nymphea-mate-endioBrit-Pop aus Italien? Das ist doch mal was anderes. Zumindest auf dem Papier. Aber es bleibt die Frage, ob es NYMPHEA MATE tatsächlich gelingt, aus dem Schatten der zahlreichen britischen Inspirationsquellen herauszutreten. Die Antwort wirkt zunächst unbefriedigend. Ja und nein. „Endio“ ist ein einnehmendes und weitgehend auch eingängiges Album geworden. Das beweisen bereits die ersten drei Songs, das verträumt poppige „Sir Constance“, die über rhythmisches Händeklatschen weiteres Pop-Appeal einfahrende Rocknummer „Billy Vanilla“ sowie das hübsch melancholische „Camilla“.

Die fluffigen Melodien und der sanfte Gesang packen das Album in Watte. Ecken und Kanten bleiben Mangelware. Überraschungen übrigens auch. Denn nach dem gelungenen Auftakt verliert sich „Endio“ allmählich in wohliger Beliebigkeit. Der Vierer aus dem europäischen Süden scheint sich mit den eingangs formulierten Blaupausen zu begnügen und variiert diese zwar gefällig, aber nach hinten raus ohne weitere Höhepunkte. Das Prädikat „Nett“ haftet dem Album an und wird zu einer schier unüberwindbaren Hürde. Nett, das steht für angenehmes Geplänkel ohne Widerhaken. Genau das bieten NYMPHEA MATE. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Wertung: (5 / 10)

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