November Coming Fire – Dungeness (2006, Reflections Records)

Nachdem das britische Schlachtschiff NOVEMBER COMING FIRE mit „Black Ballads“ vom Stapel gelaufen ist, folgt mit „Dungeness“ die Jungfernfahrt. Diese führt die Jungs in die Gewässer des progressiven Hardcore. Vergleiche mit CONVERGE böten sich an, doch dafür sind NOVEMBER COMING FIRE nicht unstrukturiert genug. Zwischen RISE AND FALL und PLANES MISTAKEN FOR STARS dürfte sich das Gespann behüteter fühlen. Allerdings braucht die Band etwaige Vergleiche weder zu scheuen, noch sich ihrer zu bedienen.

Das Dutzend Tracks auf „Dungeness“ spricht für sich. Kühler, zumeist geradliniger Post-Hardcore trifft auf enervierendes Geschrei ohne Melodik. Die Gegensätze ziehen sich an – und generieren einen Kosmos wutschnaubender Verzweiflung. Das Tempo ist hoch, treibt die Songs von unter einer auf mehr als sieben Minuten. Gedrosselt wird nur für den noisigen Einschub „Instrumental No. 2“ und das epische, deutlich vom Rock der Siebziger inspirierte „Mascot“. Das macht den Unterschied, das verleiht NOVEMBER COMING FIRE ein eigenes Gesicht. Ob es für eine Weltumseglung reicht, wird sich zeigen. Fest steht jedoch, dass dieses Schiff so schnell nicht untergeht.

Wertung: (7 / 10)

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