Not Available – 5 Aces (2007, modern Noise/Cargo Records)

not-available-5-acesAls alte Hasen in der deutschen Melo-Core-Szene können NOT AVAILABLE bezeichnet werden, die auch schon seit 15 Jahren existieren und nun mit „5 Aces“ – nach sechs Jahren Albumpause – ein erfrischendes Lebenszeichen von sich geben. Viele Bands aus den frühen 90ern sind schon lange von der Bildfläche verschwunden (A COMMON GROUND, RASKOB RAILS), auch NOT AVAILABLE brauchten ihre Zeit, doch nach Auflösung klingt ihr neues Album zu keiner Minute. Der Opener „Better Than a Dream“ schießt aus den Boxen, stimmlich irgendwo zwischen Mark Hoppus und Marco von den HEIDEROOSJES gibt es VENEREA-ähnlichen Punkrock mit viel Melodie, Geschwindigkeit und Background-Chören.

In dieselbe Richtung schlägt auch „Get Out“ oder das an frühere BLINK-182 erinnernde „New Lubberland“. Mehr im Midtempo-Bereich bewegt sich „Everybody Knows“, während der Mittelteil („Sons of the Rising Sun“) durch eine etwas ernsthaftere Grundstimmung geprägt ist, allerdings nie melancholisch wird. Der Fuß drückt das Gaspedal während des Albums weitgehend durch, die Melodieverliebtheit der Jungs ruft ohne Zweifel die Blütezeit des Melo-Core ins Gedächtnis. Mit dem spanischen „Cerveza“ setzt es einen mit Ska-Einflüssen garnierten Gute-Laune-Hit, während das abschließende „A Letter“ etwas aus dem Kontext fällt. Einen Song wie „Pub on Mars“ hätten dafür sicherlich gern einige Bands im Repertoire. „5 Aces“ weiß zu überzeugen, denn zum einen bietet es auf ganzer Strecke das, was vor vielen Jahren VENEREA, MILLENCOLIN, NO USE FOR A NAME etc. groß gemacht hat, zum anderen lässt die überaus saubere Produktion keine Wünsche übrig. Gelungen, was anderes kann man einfach nicht sagen.

Wertung: (7 / 10)

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