North Side Kings – Suburban Royality (2007/2008, More Brains Records/I Scream Records)

north-side-kings-suburban-royaltyEmos sind Würstchen. Das wissen wir von KATZENSTREIK und natürlich diversen Hardcore-Combos. Die sind, der Name sagt es bereits, hart. Echte Kerle eben. Frauen natürlich eingeschlossen. Gegen die Subkultur der selbst auferlegten Betroffenheit wettern auch die NORTH SIDE KINGS aus Arizona. „Give Emo Kids Something to Really Cry About“ lautet der Opener ihres neuen, bislang vierten Silberlings. Der, „Suburban Royalty“ betitelt, gießt Öl ins Feuer des süffisanten Bashings derer, die der Häme doch eigentlich nichts entgegenzusetzen haben. Mitleid indes ist fehl am Platze, schließlich bekommt auch die neumodisch posige Seite des Hardcore ihr Fett weg.

Und das bereits durch den Stil: Die Band pfeift auf Schnickschnack wie technische Versiertheit und dicke Produktion, Trumpf ist stattdessen eine wilde Mischung aus Old-School-Harcore, Thrash und Punk. Wütend rollen die Aggressionswellen heran, rotzig, temporeich und furztrocken. Ganz eilig haben es die Jungs dabei nicht, selbst wenn die 15 Tracks in sportlichen 37 Minuten abgefrühstückt sind. Unter denen finden sich auch zwei Coverversionen, eine von JOAN JETT („Bad Reputation“), die andere von ANTHRAX („Among the Living“). Insgesamt ein pures, ein unverkrampftes Vergnügen. So hat der Hardcore früher Spaß bereitet – und tut es verdammt noch mal auch heute noch.

Wertung: (7 / 10)

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