No Way Out 58 – Soulchamber (2017, 5/9 Records)

Der Hardcore hat viele Ausprägungen und Gewichtungen. Doch egal ob alte Schule oder Moderne, punkige Rhythmen oder metallischer Bombast, geeint wird das Genre vom Herzblut derjenigen, die es mit ihrer Musik ausgestalten. Dahingehend bilden NO WAY OUT 58 keine Ausnahme. Wirklich überzeugend geraten ist ihr Debütalbum „Soulchamber“ trotzdem nicht.

Auf die Ohren gibt es Hardcore mit stark metallischer Prägung. Das Tempo ist eher schleppend, so dass die tiefgestimmten Gitarren vereinzelt in abgründige Gefilde vordringen. Dazu passt auch der Gesang, der meist durch düstere Growls Ausdruck erhält und lediglich beim überzeugendsten Track, „Like Brothers“, auf klassische Shouts und Gangchöre mit Nähe zum Sound der US-amerikanischen Ostküste setzt.

Atmosphärisch gibt sich „Soulchamber“ pessimistisch. Das zeigt vor allem „Hate“, in dem die Verkommenheit der Menschheit mit deutlichen Worten angeprangert wird. Doch der Fünfer aus dem Sauerland entfaltet das unstrittige Potenzial über die Dauer der acht Tracks einfach zu selten. Das liegt auch am Sound der Scheibe, der eher blechern und stumpf daherkommt. So bleibt es schlussendlich bei vielversprechenden Ansätzen und reichlich Luft nach oben.

Wertung: (5,5 / 10)

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