No Brain No Pain – Esmeralda (2010, DIY)

no-brain-no-pain-esmeraldaUnbeirrt von allen musikalischen Trends drehen NO BRAIN NO PAIN (kurz NOB NOP) ihre Runden. Das sympathische Gespann aus Hochdahl bei Düsseldorf zelebriert seit Jahren eine Spielart des melodischen Punk-Rock, wie sie in den Neunzigern vor allem in den USA und Schweden kaum aus dem Underground wegzudenken war. Von dieser Prämisse weichen sie auch mit der „Esmeralda“-EP nicht ab, die, natürlich in Eigenregie produziert, über die bandeigene Homepage als Gratisdownload (inklusive Artwork) vertrieben wird!

Diese Veröffentlichungspolitik ist für ambitionierte Freizeitmusiker eine mehr als willkommene Gelegenheit, über regionale Grenzen hinaus auf sich aufmerksam zu machen. Und verdient hätten es NOB NOP allemal, von nostalgisch ergriffenen Genrefans entdeckt zu werden. Schließlich ist der Nachfolger zum 2007er Album „Phoenix Foundation“ eine von mehrstimmigen Refrains und so simplen wie eingängig verspielten Melodien erfüllte Ode an die Helden vergangener Tage.

Ob man stellenweise nun die frühen SATANIC SURFERS, FRENZAL RHOMB oder etwaige andere Recken der fetten Jahre von Burning Heart und Fat Wreck in den Rheinländern wiedererkennen will, ist grundlegend nebensächlich. Die fünf Songs – insbesondere „What Is It With You?“ und das gesanglich merklich rauere „No Way“ – machen einfach Spaß und wecken Erinnerungen an ausnahmsweise wirklich mal gute alte Zeiten. Wer sich auf diese launige DIY-Zeitreise einlassen kann, der wird es sicher nicht bereuen.

Wertung: (6,5 / 10)

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