Nena: Intimität zu Wucherpreisen

nena-oldschool.jpgGroße Stars kosten Geld. Das sei ihnen zugestanden. Denn wer will schon auf einen etablierten Standard (Mondwasser, Hundewelpen zum Frühstück etc.) verzichten, wenn der Erfolg erst einmal eingekehrt ist? Nena ist seit gefühlten 800 Jahren im Geschäft und hat es bei allen Hochs und Tiefs doch stets geschafft, sich irgendwie neu zu erfinden. Am 27. Februar erscheint ihr neues, mittlerweile 18. Album „Oldschool”.

Im März wird Nena mit Band auf Tour gehen, um die Platte zu promoten. Der Clou dabei: Es sind nicht die großen Hallen, sondern die kleinen Clubs, die das New Wave-Rudiment ins Visier nimmt. Um Intimität soll es gehen und Publikumsaufkommen zwischen 250 und 800 Zuschauern. Das könnte man als sympathische Rückschau auf die künstlerische Gründerzeit begreifen, wäre da nicht dieser verdammte etablierte Standard. Denn der sieht, egal wie klein Location und Bühne auch sind, vor, dass die Eintrittspreise durchs Dach schießen.

Wer Nena also im Berliner SO 36, der Hagener Pelmke oder der Frankfurter Batschkapp in ach so intimer Atmosphäre erleben möchte, der muss dafür bis zu 76 Euro latzen! Respekt Nena (und Management), mehr „Oldschool” geht fast nicht. Wer die alten, einfachen Zeiten auch mal wieder aufleben lassen will und unter dem Fahrersitz seines Mercedes Coupé gerade zufällig ein Bündel Geldscheine gefunden hat, der könnte sich für einen der folgenden Termine ja mal in die subkulturellen Niederungen begeben:

04.03. Berlin – SO 36
06.03. Luxemburg – Atelier Club
07.03. Hagen – Pelmke Kulturhaus
09.03. Braunschweig – Music Hall
10.03. Bremen – Modernes
11.03. Frankfurt – Batschkapp
13.03. Basel – Rhypark Club
14.03. Zürich – Kaufleuten Club
15.03. München – Technikum
17.03. Wolfhagen – Kulturstadthalle
18.03. Würzburg – Postbahnhof
20.03. Stuttgart – Wagenhallen
21.03. Erfurt – Stadtgarten
22.03. Wien – Arena Club
24.03. Hamburg – Mojo

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