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Nena: Intimität zu Wucherpreisen

10. Januar 2015· von Thomas
Nena: Intimität zu Wucherpreisen
Große Stars kosten Geld. Das sei ihnen zugestanden. Denn wer will schon auf einen etablierten Standard (Mondwasser, Hundewelpen zum Frühstück etc.) verzichten, wenn der Erfolg erst einmal eingekehrt ist? Nena ist seit gefühlten 800 Jahren im Geschäft und hat es bei allen Hochs und Tiefs doch stets geschafft, sich irgendwie neu zu erfinden. Am 27. Februar erscheint ihr neues, mittlerweile 18. Album „Oldschool". Im März wird Nena mit Band auf Tour gehen, um die Platte zu promoten. Der Clou dabei: Es sind nicht die großen Hallen, sondern die kleinen Clubs, die das New Wave-Rudiment ins Visier nimmt. Um Intimität soll es gehen und Publikumsaufkommen zwischen 250 und 800 Zuschauern. Das könnte man als sympathische Rückschau auf die künstlerische Gründerzeit begreifen, wäre da nicht dieser verdammte etablierte Standard. Denn der sieht, egal wie klein Location und Bühne auch sind, vor, dass die Eintrittspreise durchs Dach schießen. Wer Nena also im Berliner SO 36, der Hagener Pelmke oder der Frankfurter Batschkapp in ach so intimer Atmosphäre erleben möchte, der muss dafür bis zu 76 Euro latzen! Respekt Nena (und Management), mehr „Oldschool" geht fast nicht. Wer die alten, einfachen Zeiten auch mal wieder aufleben lassen will und unter dem Fahrersitz seines Mercedes Coupé gerade zufällig ein Bündel Geldscheine gefunden hat, der könnte sich für einen der folgenden Termine ja mal in die subkulturellen Niederungen begeben: 04.03. Berlin – SO 36 06.03. Luxemburg – Atelier Club 07.03. Hagen – Pelmke Kulturhaus 09.03. Braunschweig – Music Hall 10.03. Bremen – Modernes 11.03. Frankfurt – Batschkapp 13.03. Basel – Rhypark Club 14.03. Zürich – Kaufleuten Club 15.03. München – Technikum 17.03. Wolfhagen – Kulturstadthalle 18.03. Würzburg – Postbahnhof 20.03. Stuttgart – Wagenhallen 21.03. Erfurt – Stadtgarten 22.03. Wien – Arena Club 24.03. Hamburg – Mojo