Monte Cristo (USA/GB/IRL 2002)

monte-cristo-2002„Monte Cristo” ist bereits die 18. Verfilmung des klassischen Stoffs von Alexandre Dumas. In diesem spielt James Caviezel den Seefahrer Edmond Dantes, der von seinem besten Freund Mondego (Guy Pearce) in eine Falle gelockt und daraufhin zu lebenslanger Haft verurteilt wird. Mondego ging es bei diesem Zug nicht nur um Macht, sondern auch um Dantes Verlobte Mercedes (Dagmara Dominczyk). Im Gefängnis Chateau D’If lernt Dante nach Jahren durch Zufall den Häftling Abbe Faria (Richard Harris) kennen, als er bei dem Versuch, einen Tunnel in die Freiheit zu graben, in seiner Zelle landet.

Der kluge Abbe bringt Edmond Lesen, Schreiben und noch einiges mehr bei. Unter anderem erzählt er ihm auch von einem riesigen Schatz. Gemeinsam versuchen sie nun, einen Gang in die Freiheit zu graben. Als es fast soweit ist, stürzt der Gang ein und begräbt Abbe. Mit mehr Glück als Geschick schafft es Edmond daraufhin zu fliehen und findet Unterkunft bei einigen Schmugglern. Schließlich birgt er den von Abbe erwähnten Schatz und kehrt daraufhin als Graf von Monte Cristo in seine Heimat zurück, um sich an den Leuten zu rächen, die ihn seinerzeit hintergingen.

Kevin Reynolds („Waterworld”) nahm sich des klassischen Stoff an und das Ergebnis kann definitiv sehen lassen. James Caviezel („Angel Eyes”) spielt den bemittleidenswerten Edmont Dantes bzw. den Grafen von Monte Cristo ordentlich, mehr überzeugen kann aber auf jeden Fall sein Gegenpart Guy Pearce („Memento”) als Mondego. Als richtigen Scheißkerl darf man Pearce ja eher selten erleben, doch mit dieser Rolle unterstreicht er auf jeden Fall sein breites Spektrum.

Neben diesen beiden fällt vor allem der alte Hase Richard Harris („Harry Potter”) auf, der Dantes Mithäftling Abbe Faria verkörpert und in seiner kurzen Zeit all seine Klasse aufrufen kann. Mit bekannten Gesichtern wie Michael Wincott („Robin Hood – König der Diebe”) und Luis Guzman („Carlito’s Way”) oder ansehnlichen Nachwuchsdarstellern wie Henry Cavill ist der Film auch in Nebenrollen ansprechend besetzt. „Monte Cristo” ist ein ansprechendes Mantel- und Degen-Abenteuer, nicht mehr und nicht weniger. Die Ausstattung ist gelungen und Langeweile kommt keine auf. Sicher nichts für die Ewigkeit, aber immer noch besser als der DiCaprio-Schmonz „Der Mann mit der Eisernen Maske”.

Wertung: 6.5 out of 10 stars (6,5 / 10)

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