Mirror Wars: Reflection One (RUS 2005)

mirror-wars-reflection-oneRusslands Filmindustrie holt auf. „Wächter der Nacht“ führte das Land auf die Weltkarte des Kinos zurück. Plötzlich interessierte man sich wieder für Werke aus der ehemaligen Sowjetrepublik. Mit diesem neuen Selbstbewusstsein einher geht der Prozess des Ausbaus. Interesse ist vorhanden, Geld sowieso. Also wird gedreht was das Zeug hält. Hierzulande kommt nur wenig davon an. In der Hauptsache sind es Actionfilme, leichtlebiges Videothekenfutter für die nimmersatte Klientel. Und die akut anspruchslose.

Mit „Mirror Wars: Reflection One“ verirrt sich ein Thriller in unsere Breiten, der nur aufgrund der illustren Randbesetzung internationales Format erreicht. Malcolm McDowell („Doomsday“), Rutger Hauer („Sin City“) und Armand Assante („Judge Dredd“) mischen im Ringen um einen modernen Kampfjet mit, der ins Visier internationaler Terroristen geraten ist. Der junge wie tollkühne Pilot Alexei (Alexander Efimov), zudem Sohn des Chefingenieurs, gerät unvermittelt in das Katz- und Mausspiel zwischen Extremisten und Geheimdiensten.

Drahtzieher ist der Mysterious Man (Hauer), der den ehemaligen CIA-Agenten Murdock (McDowell), dem während der Gefangenschaft in China die Sicherungen durchgebrannt sind, mit der Beschaffung des Flugzeugs beauftragt. Das passt. Denn Murdock will Vergeltung und die Großmächte Amerika und Russland in einen verhängnisvollen Krieg treiben. Noch in geheimem Staatsdienst befindet sich Agent York (Assante), der dem abtrünnigen Ex-Kollegen vor Ort nachstellt. Doch der versucht bereits der Maschine über die Piloten um Alexei habhaft zu werden.

Der in behäbigem B-Stil herunter gekurbelte Streifen ist ein Banalitätenkabinett sondergleichen. Mit flügellahmer, immerhin aber weitgehend handgemachter Action und einem bemüht verzwickten Nichts an Handlung steuert die Schose unweigerlich auf die Bruchlandung zu. Wirklich arg sind neben den russischen Darstellern die vielen Füllszenen, die Alexei eine tragische Affäre mit der Umweltaktivistin/Spionin Katherine (Ksenia Alferova) aufdrängen und kaum mehr als der akuten Langeweile zuspielen. Schlecht gemacht ist der Film nicht einmal, nur ist er pathetisch, klischeehaft und einfach dämlich.

Wertung: (3 / 10)

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