Mercy Union – Mercy Union (2018, Gunner Records)

Solokünstler und THE SCANDALS-Frontmann Jared Hart ist nicht Brian Fallon. Allerdings könnte man die beiden stimmlich momentweise glatt verwechseln. Dazu bei trägt MERCY UNION, ein noch frisches Bandprojekt, bei dem Hart mit Fallons THE GASLIGHT ANTHEM-Kollegen Benny Horowitz paktiert. Stilistische Parallelen zum späteren Schaffen der Vorgenannten sind reichhaltig vorhanden. Warum also sollte man dem Quasi-Nachbau eine Chance gewähren? Die Antwort ist simpel: weil Hart und Horowitz exakt wissen, was sie tun.

Die selbstbetitelte 7″ ist die erste Vinyl-Single von MERCY UNION. Darauf sind drei Songs enthalten, von denen zwei, „Young Dionysians“ und „Chips and Vics“, dem im vergangenen Herbst vorgelegten, ebenfalls von Pete Steinkopf (THE BOUNCING SOULS) produzierten Debütalbum „The Quarry“ entstammen. Auf Tempo setzen MERCY UNION bei ihrem Mix aus Rock und Folk zu keiner Zeit. Die Musiker lassen sich Zeit, die in zarter Melancholie gebadeten Stücke zu entfalten. Das trifft vor allem auf die mehr als fünfminütige B-Seite „Layovers“ zu. Wie bei (den späten) THE GASLIGHT ANTHEM bleibt die Verwurzelung im Punk nur stellenweise erahnbar. Der Wirkung beschert das keinen Abbruch. Kurzum: eine gelungene Visitenkarte.

Wertung: (7 / 10)

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