Me First and the Gimme Gimmes – Love Their Country (2006, Fat Wreck)

me-first-and-the-gimme-gimmes-love-thier-countryAllmählich nehmen sie wirklich Fahrt auf, die ME FIRST AND THE GIMME GIMMES. Das prominente Spaß-Projekt aus dem Hause Fat Wreck veröffentlicht mittlerweile im jährlichen Rhythmus ein neues Album und war sogar desöfteren mal auf ausgedehnten Touren. Zwischendurch kommen die Herrschaften sogar noch zu der Zeit, Alben ihrer regulären Arbeitgeber zu veröffentlichten. Viel Masse ergibt nicht immer Klasse, wie bspw. das schwächere Live-Spektakel „Ruin Jonny’s Bar Mitzvah“ zeigte und auch ihr früherer Ausflug ins Land der Musicals („Are a Drag“) war sicherlich keine allzu große Glanzleistung. Mit ihrem neuen Werk jedoch kehren die Herren um Fat Mike zu ihren Stärken zurück, was ich angesichts des diesmal gewählten Themas fast nicht vermutet hätte.

Nicht Jedermann dürfte Country und Western zu seinen Lieblings-Genres zählen, so dass ein großer Teil von „Love Their Country“ vielen sicherlich nur entfernt ein Begriff sein wird. Allerdings umschifft die Platte dieses Manko besser, als es andere Veröffentlichungen der GIMMES in der Vergangenheit konnten. Die Songs strotzen nur so vor Spielfreude und unsere Lieblings-Punkrocker waren vielleicht nie eingängiger. Was die Jungs hier aus den Vorlagen eines GARTH BROOKS („Much Too Young to Feel This Damn Old“) oder JOHN DENVER („Annie’s Song“), den DIXIE CHICKS („Goodbye Earl”) und vor allem von THE EAGLES („Desperado“) rausholen, bringt mühelos jede Party in Schwung. Keine Frage, musikalisches Neuland betreten ME FIRST AND THE GIMME GIMMES auch mit ihrem sechsten Album nicht, doch gehört dieses hier sicherlich zu ihren Stärksten. Trotz oder vielleicht genau deswegen, weil der Bekanntheitsgrad einiger Songs nicht so ausgeprägt ist und dies im Grunde überhaupt nicht ins Gewicht fällt.

Wertung: (7 / 10)

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