Me First and the Gimme Gimmes – Go Down Under (2011, Fat Wreck)

me-first-and-the-gimme-gimmes-go-down-underNext destination: Australia! Die thematische Reise der Fat Wreck-Allstar-Combo führt uns diesmal also auf den entlegenen Kontinent und präsentiert uns fünf Coverversionen verschiedener australischer Künstler. Mit dabei sind INXS („Never Tear Us Apart“), AIR SUPPLY („All Out of Love“), THE EASYBEATS („Friday on My Mind“), OLIVIA NEWTON-JOHN („Have You Never Been Mellow“) und RICK SPRINGFIELD („I’ve Done Everything For You“). Eben das alte GIMMES–Konzept, mit der Modifikation, dass es nun nicht einen Musikstil trifft, sondern die Ergüsse eines Landes durch den Wolf gedreht werden.

Cover funktionieren dann am besten, wenn die covernde Band dem Song eine eigene Note aufdrückt, ohne dass der Spirit des Originals verloren geht. Diese fünf Songs hier klingen eindeutig nach ME FIRST AND THE GIMME GIMMES. Allerdings derart, dass die Originale nicht wirklich zum Tragen kommen. Zudem wurde der Sound für meinen Geschmack viel zu glatt gebügelt, so dass der raue und irgendwie anarchische Charme des Debüts leider überhaupt keine Rolle mehr spielt. Die Songs klingen recht beliebig, ohne Einfühlungsvermögen für das Original. In meinen Ohren klingt das Ganze nach (zu) souveräner ME FIRST AND THE GIMME GIMMES-Kost, das wohlige Gefühl des Wiedererkennens bleibt ebenfalls aus.

Das bedeutet nicht, dass die Songs richtig schlecht sind. Wie gesagt, insgesamt bekommt der geneigte Fan solide Kost geboten, welche allerdings nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißt. Vielleicht sehen das Kenner der australischen Musikszene oder Die-Hard-Fans anders und können die Songs richtig abfeiern. Meinereiner hält sich damit ein wenig zurück und bleibt bei der Einschätzung, dass ME FIRST AND THE GIMME GIMMES niemals ein besseres Album als „Have a Ball“ aufnehmen werden.

Wertung: (5,5 / 10)

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