Maniac Cop 3: Badge of Silence (USA 1992)

maniac-cop-3Erfolg verpflichtet. Im Horror-Sujet vor allem zu Fortsetzungen. Längst hat sich etabliert, dass offene Finalsequenzen die Türen zu Sequels nicht unnötig versperren. Diesen Weg des geringsten Widerstands gingen auch Regisseur William Lustig („Vigilante“) und Autor Larry Cohen („It’s Alive“) bei den ersten beiden „Maniac Cop“-Filmen. Dem entsprechend war die Geschichte um den unschuldig inhaftierten Musterpolizisten Matt Cordell (Robert Z’Dar, „Tango und Cash“), der hinter Gittern verstümmelt wurde und sich über den Tod hinaus grausam am Polizeiapparat und der Stadt New York rächte, auch mit dessen Bestattung am Ende von Teil zwei nicht vollständig abgehandelt.

Als Erklärung für Cordells Wiederbelebung dient im dritten Part ein Voodoo-Priester, auf dessen Motive der einfallslose Plot aber nicht weiter eingeht. Stattdessen rücken die Probleme von Detective McKinney (Robert Davi, „Predator 2“) in den Vordergrund, der den untoten Killer-Cop bereits im Vorgänger zur Strecke brachte. Seine junge Kollegin Katie (Gretchen Becker, „L.A. Heat“) wird, als sie einen brutalen Räuber in Notwehr erschießt, von einem sensationsgierigen Reporterteam gefilmt und im Fernsehen als kaltblütige Mörderin in Uniform dargestellt. Selbst verteidigen kann sich die Beschuldigte nicht, schließlich fiel sie angeschossen ins Koma. McKinney versucht ihre Unschuld zu beweisen, während Cordell, der mit Katie einen unheiligen Bund eingehen will, in ihrem Namen Rache nimmt.

Lustig, hinter der Kamera unterstützt von Joel Soisson („God’s Army 4 + 5“), lässt es fahrlässig ruhig angehen. Namhafte Nebendarsteller wie Paul Gleason („Breakfast Club“), Robert Forster („Jackie Brown“), Ted Raimi („Wishmaster“) und Jackie Earle Haley (gab im Remake von „Nightmare on Elm Street“ 2010 selbst den übernatürlichen Serienmörder) können nicht von der substanzlosen Story ablenken, die über blutige Actioneinlagen nur selten auf gesteigertes Tempo setzt. So darf McKinney mit Ärztin Susan (Caitlin Dulany, „Class of 1999 II“) anbandeln, während Cordell mit einem Gesicht wie ein verbrannter Fußball über Leichen geht. Mehr als lahmer B-Horror mit einigen Härten resultiert daraus nicht. „Maniac Cop 3: Badge of Silence“ ist der schwache Abschluss einer eigentlich soliden Trilogie.

Wertung: (4 / 10)

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