Mad Caddies – Quality Soft Core (1997, Honest Don’s)

mad-caddies-quality-soft-coreBereits mit ihrem Debütalbum eroberten die MAD CADDIES die Herzen der Ska-Gemeinde im Sturm. Es waren die späten Neunziger, genauer das Jahr 1997, und das Verlangen nach der Verknüpfung von Reggae, Bläsern und Punk war ungebrochen. „Quality Soft Core“ kam da wie gelegen, verbreiteten die Kalifornier doch eine erfrischende Spielfreude. Überhaupt schien ihnen ungeachtet wohliger melancholischer Nuancen, wie allein das abschließende „Sad Reggie“ verdeutlicht, schier grenzenloser Optimismus und blendende Laune aus jeder Pore zu strömen. Die Richtung wird durch den Opener „I´m So Alone“ vorgegeben, der sich nach verhaltenem Auftakt in ein punkig rockendes Finale stürzt. Ein beliebter Kontrast, der die Platte zu einigen Höhepunkten führt.

Dazwischen aber stehen rein rhythmisch Ska-orientierte Stücke wie „Distress“ oder „Bell Tower“ sowie von Varieté-Stimmung getragene Nummern wie „Big Brother“ oder „Goleta“. Das Tempo bleibt dabei stets variabel, der Abwechslungsreichtum immens. Zum Mitgehen verleiten neben den Bläser-lastigen Songs aber vor allem die stets perfekt platzierten Einflechtungen härterer Gangart, die „Preppie Girl“, „Cup O´ Tea“ oder „No Sé“ auch für die Pogo-Fraktion zum gestandenen Vergnügen machen. Dieser Ausrichtung sollten die MAD CADDIES in der Folgezeit, allen voran auf dem Nachfolger „Duck and Cover“, Überhand gewähren. „Quality Soft Core“ ist ein für die Entstehungsperiode durchaus typisches Musikwerk, das durch stete Stimmungs- und Geschwindigkeitswechsel aber auch heute noch seine Wirkung zu entfalten weiß. Ein leicht angestaubter und doch stets Freude spendender Einstand.

Wertung: (7,5 / 10)

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