Lionheart – The Will to Survive (2009, I Scream Records)

lionheart-the-will-to-surviveDer (moderne) Hardcore wendet sich allmählich vom Metal ab. Ganz lösen kann und will er sich jedoch nicht. Dafür stehen auch LIONHEART, deren Album „The Will to Survive“ angenehm schnörkellos auf den Punkt gemosht wirkt. Den Zweiflern gibt das willkommene Argumente für die Stagnation des Genres an die Hand, entscheidend ist aber gerade im Bereich musikalisch augenscheinlich restriktiver Abwechslung das „wie“. Und in dieser Hinsicht kann den Kaliforniern schlicht kein Vorwurf zu machen sein. Denn das donnernde, leicht melodische Brachial-Brett legt genug Hitpotential an den Tag, um in der Masse ähnlich aufgestellter Kollegen nicht sang- und klanglos unterzugehen.

Abwechslung ist eben doch nicht Trumpf, wenn nach überlieferter Bauart der starke Mann markiert und der Körper mit tosender Energieleistung zum Mitschwingen animiert wird. Neu ist das natürlich nicht, wie könnte es auch? Im Aufbau blitzen Bands wie TERROR durch, bei den sorgsam eingepflanzten melodischen Spitzen Vertreter wie DEAD HEARTS. Dazu gibt es die bekannten Texte von den Widrigkeiten des alltäglichen Lebens. Wem das alles zu stumpf ist, der darf sich ruhig mit Grausen abwenden. Technisch auf der Höhe der Zeit und dazu noch ausnahmslos ansprechend präsentieren sich LIONHEART aber allemal. Und neben den regulären 11 winken als Bonus noch sechs Zusatz-Tracks der 2006er EP „This Means War“. Gut gebrüllt Löwe!

Wertung: (7 / 10)

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