Liar – Murder Manifesto (2005, GSR)

liar-murder-manifestoVier Jahre hat die Extrem-Fraktion LIAR seit ihrem letzten Streich „Liar‘s Hell“ verstreichen lassen. Doch nun ist das mitteleuropäische Gespann zurück und feiert mit „Murder Manifesto“ die eigene Auferstehung. In deren Zuge gibt es zwar wenig Neues aus dem Lager der belgischen Metal-Hardcore-Vorreiter zu vermelden, doch sollte Fans des Quintetts damit trotzdem Genüge getan sein. Die Vocals sind düster gespiene Zeugen seelischer Abgründe, die Death-Metal influenzierten Melodien Boten allgegenwärtigen Unheils.

LIAR sind seit mehr als zehn Jahren eine feste Instanz im Bereich des europäischen Hardcore. Mit „Murder Manifesto“ steckt der Fünfer die Grenzen seines Schaffens neu ab. Eine Generalüberholung des eigenen Stils braucht es dazu nicht. Trotzdem ist die gelungene Scheibe in erster Linie den eingefleischten Fans der Band zu empfehlen. Denn bei geschmacklich anders gepolten Musikinteressierten dürfte die handwerklich einwandfreie Überdosis allgegenwärtigen Pessimismus auf wenig Gegenliebe stoßen.

Wertung: (6,5 / 10)

scroll to top