Legend of the Golden Pearl – Die 7. Macht (HK 1987)

legend-of-the-golden-pearlDie zwischen 1986 und 2002 produzierten sechs Filme um den populären Groschenromanhelden Wisely – manchmal auch Wesley, dabei eigentlich Wei Si-Lei – haben außer seiner Figur nichts miteinander zu tun. Die Hauptrolle spielten stets verschiedene Darsteller, die Inszenierung besorgten immer andere Regisseure. Für „Legend of the Golden Pearl“, den überraschend aufwändig produzierten zweiten Teil der (inoffiziellen) Reihe, taten sich Allroundtalent Teddy Robin Kwan („Shanghai, Shanghai“) und Popstar Sam Hui („Mad Mission“) zusammen.

Das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit ist ein angenehm anspruchsloses, sichtlich von „Indiana Jones“ beeinflusstes Action-Abenteuer mit Martial Arts- und Fantasy-Einlagen. Darin begibt sich der gefahrenerprobte Science Fiction-Autor Wisely (Sam Hui) auf die Suche nach seinem verschollenen Jugendfreund David (Regisseur Teddy Robin Kwan), der den Hort der sagenumwobenen goldene Perle kennen soll. Als er ihn im Himalaja tatsächlich aufspürt, spannt ihn David in den Raub des Artefakts ein.

Der Obhut eines religiösen Ordens nebst heiligen Knirpses entrissen, zeigt auch der einflussreiche Geschäftsmann Howard Hope (Bruce Baron, „Ninja Connection“) reges Interesse am Besitz des Stückes. Ehe Wisely sich versieht, steckt er inmitten eines verbissen geführten Interessenkonflikts, bei dem neben Unternehmer Paul (Eastern-Legende Ti Lung, „Der Tempel der Shaolin“) und dessen Schwester Susan (Joey Wong, „A Chinese Ghost Story“) auch außerirdische Mächte ein Wörtchen mitzureden haben.

Ansprechend besetzt, ansehnlich gespielt und dazu noch gut synchronisiert. Der auch unter dem Titel „Die 7. Macht“ bekannte Streifen ist (verhältnismäßig) teures Actionkino aus Fernost. Der Höhe der Zeit entsprechen die Tricks selbstredend nicht mehr, doch sorgen stimmig fotografierte Schauplätze in Ägypten und Nepal für exotisches Flair. Dazu gibt es Science-Fiction, Fantasy und Kung Fu. So ist dies zu Unrecht vergessene Breitwandabenteuer kitschig, krude und albern – genau so, wie man es von Hongkongs Unterhaltungskino gewohnt ist.

Wertung: (6,5 / 10)

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