Last Days of April – If You Lose It (2004, Bad Taste Records)

last-days-of-april-if-you-lose-it„Fast, So Fast”

Ganz so schnell, wie der Titel des Ausklangtracks der neuen Scheibe von LAST DAYS OF APRIL vermuten ließe, verrinnt die Zeit nun auch wieder nicht. Immerhin verstrichen nach der Veröffentlichung des letzten Albums der Schwedischen Indie-Pop-Virtuosen, „Ascend to the Stars”, doch rund zwei Jahre. Eine Zeitspanne, in der die Band um Sänger und Songschreiber Karl Larsson mehr Arbeit denn je in die Vorbereitung neuen Liedgutes investierte und sich im Gegenzug auf der innereuropäischen Bühnenlandschaft äußerst rar machte. Statt dessen widmete man sich einzig dem Feinschliff neuer Stücke, spielte Demos ein und trat entgegen des üblichen Termindrucks erst den Gang ins Aufnahmestudio an, als vollste Zufriedenheit die Mienen der involvierten Musiker erhellte.

Das endgültige Resultat dieser ambitionierten Arbeitsweise trägt nun den Titel „If You Lose It” und untermauert einmal mehr eindrucksvoll die Bedeutung von LAST DAYS OF APRIL für den multinationalen Sektor unabhängiger Popmusik. Denn die 10 neuen Stücke umgarnen das geneigte Gehör erneut durchgängig unaufdringlich und schmeicheln dem Anspruch eines jeden Freundes hausbackener Klänge durch fragile Songskulpturen, welche im Gegensatz zu den beiden Vorgängern noch intensiver Elemente des Pop beleuchten und LAST DAYS OF APRIL auf ihrem fünften Album luftiger denn je und fernab der oft verkopften Strukturen ihres Meisterwerks „Angel Youth” präsentieren. Geradezu unbefangen windet sich das frische Material bei stets zwischen den Zeilen ansässiger Melancholie in immer neuerliche Höhen und staffiert „If You Lose It” in grandioser Symbiose mit Karl Larssons schüchternem Organ zum bislang besten Streich von LAST DAYS OF APRIL aus.

Entgegen der Tradition produziert von LOGH-Bassist Mathias Oldén, der ursprünglich lediglich unterstützend in die Saiten greifen wollte, besorgte der fast obligatorische Pelle Gunnerfeldt (u.a. T(I)NC, THE HIVES) im Anschluss an den Aufnahmeprozess einzig die Abmischung des Materials. Und um letzten Endes den Kreis zu erwähntem Finalstreich „Fast, So Fast” zu schließsen, führt die für LAST DAYS OF APRIL ungewohnt knappe Spielzeit von 34 Minuten diesen Titel schon wieder in die erhabene Nähe der Realität. Für Pop-Puristen und erklärte Gegner überproduzierter Dutzendware bildet „If You Lose It” absolutes Pflichtprogramm!

Wertung: 8 out of 10 stars (8 / 10)

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