Larry Cohen ist tot

Larry Cohen and Merv Bloch at the screening of “The Private Files of J. Edgar Hoover” during the Viennale 2010 (Gartenbaukino)

Obwohl er sich in den Jahrzehnten seiner Karriere in verschiedenen Fachbereichen hervorgetan hat, ist Larry Cohens Einfluss vor allem im B-Segment spürbar. Am 23. März starb der US-Regisseur, -Autor und -Produzent im Alter von 82 Jahren in seinem Haus in Beverly Hills.

Cohens Werdegang begann im Fernsehen, wo er Drehbücher für prominente Serien wie „Auf der Flucht“ (1964-65) verfasste. 1966 schrieb er das Skript zum Western-Sequel „Die Rückkehr der glorreichen Sieben“ und fasste damit auch im Kino Fuß.

Im Horror-Genre feierte er mit dem Klassiker „It’s Alive – Die Wiege des Schreckens“ (1974) auch als Regisseur Erfolge, dem bis 1987 zwei Fortsetzungen und ein von ihm geschriebenes Remake (2008) folgten. Dem Schock-orientierten B-Segment hielt er auch mit „God Told Me To“ (1976), „American Monster“ (1982), „The Stuff“ (1985), „Salem II – Die Rückkehr“ (1987) und „The Ambulance“ (1990) die Treue.

Darüber hinaus schrieb Cohen die Bücher zu Werken wie „Maniac Cop“ (1988) – und dessen beiden Sequels – oder „Uncle Sam: I Want You Dead“ (1996). Als Drehbuchautor zeigte er sich aber auch an größeren Hollywood-Produktionen beteiligt. So lieferte er beispielsweise die Vorlagen für die „Telefon“-Trilogie, bestehend aus „Nicht auflegen“ (2002), „Final Call“ (2004) und „Messages Deleted“ (2009).

Seine letzte Arbeit als Regisseur legte Larry Cohen mit der „Masters of Horror“-Episode „Pick Me Up“ (2006) vor.

Foto: Manfred Werner

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