Lara Croft: Tomb Raider (USA/GB/J/D 2001)

lara-croft-tomb-raiderDa wir nach dem Kinobesuch von „Lara Croft: Tomb Raider” im Sommer nicht in der Lage waren, eine zusammenhängende Kritik zustande zu bringen (jeder schlummerte an einer anderen Stelle weg), muss die Lücke eben zum Video- und DVD-Start geschlossen werden. Vor dem Start des Films sagte Regisseur Simon West („Con Air”), er wolle mit der alten Tradition von Computerspielverfilmungen brechen, nach der ja nun bisher in diesem Bereich wenig glorreiches zustande gebracht wurde (siehe „Super Mario Bros.” oder „Double Dragon”). West kündigte eine Umsetzung des Spieleklassikers ohne Klischees, ohne billige Tricks und ohne schale Story an. Was für ein Bullshit!

Die Story von „Tomb Raider” strotzt vor Klischees, nett gemachter Tricktechnik und einer ebenso dünnen wie rasanten Story… und genau das macht dieses Action-Abenteuer zu einer kurzweiligen und amüsanten Achterbahnfahrt. Mega-Babe Lara Croft springt, klettert und ballert, was das Zeug hält, eben wie im Spiel. Angelina Jolie verkörpert die Sex-Bombe mit sichtlicher Freude und einer gehörigen Portion Selbstironie. Ohne groß auf Logik oder die Gehirne der Zuschauer Rücksicht zu nehmen, rettet Lara die Welt im Alleingang, eben wie im Spiel.

Die Geschichte führt den weiblichen Indiana Jones um die ganze Welt, immerhin gilt es einem nach der Weltherrschaft strebenden Geheimbund, den Illuminaten, bei der Suche nach einem mystischen Artefakt zuvorzukommen. Angelina Jolie ist wirklich die Idealbesetzung der Pixel-Heldin. Sie überzeugt im ersten einer von vorne herein als Trilogie ausgelegten Filmreihe. Mit von der Partie sind auch ihr Vater Jon Voight („Anaconda”), Daniel Craig („Elizabeth”) und Iain Glen („Young Americans”). Ein nett anzuschauender Streifen, der Funktioniert, weil er die Prioritäten der Vorlage als Maxime nimmt.

Wertung: (6 / 10)

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