Laid to Rest (USA 2009)

laidtorestWer hat je behauptet, Slasherfilme müssten originell sein? Was sie brauchen ist Blut, Tempo und ein Killer von Format. Gut, nackte Haut schadet sicher auch nicht. Ein Muss ist das aber nicht (mehr). Das beweist Robert Hall (Effekt- und Make Up-Designer u.a. bei „Buffy“ und „Angel“) mit seinem selbstzweckhaften Gewalt-Thriller „Laid to Rest“, der mit Chrome Skull zudem einen Mörder vorweist, der sich weder mit Motiv noch Hintergrundgeschichte aufhält. Der Anfang aber gehört – abseits des Vorspanns, der folgendes Massaker bereits hinreichend ankündigt – einer namenlosen Frau (Bobby Sue Luther, „Night of the Demons“).

Die erwacht ohne Erinnerung in einem verschlossenen Sarg. Doch ist das lediglich der Auftakt eines (für sie) zehrenden und in Sachen Gewalt ungemein zeigefreudigen Alptraums. Nachdem sie sich befreien kann und in einem abgelegenen Bestattungsinstitut widerfindet, taucht neben dessen Betreiber (B-Altstar Richard Lynch, „Cut and Run“) bald auch besagter Chrome Skull (Nick Principe) auf. Der verbirgt sein Antlitz, der Name verrät es, hinter einer Metallmaske in Totenkopfoptik und zeichnet die Bluttaten – das passende Werkzeug hält er in einem ebenfalls metallischen Koffer parat – mit einer an der Schulter befestigten Kamera auf.

Nachdem der Namenlosen die Flucht gelungen ist, wird sie auf der Straße von Tucker (Kevin Gage, „Chaos“) aufgelesen, der sie in sein Haus mitnimmt. Dort taucht bald aber auch der Killer auf und zeigt, dass populäre Nebendarsteller wie Lena Headey („Game of Thrones“) und Johnathon Schaech („Quarantäne“) verdammt gut als Kanonenfutter taugen. Gemeinsam mit Steven (Sean Whalen, „Halloween II“), einem Nachbarn Tuckers, versuchen sie dem unbeirrbaren Mörder zu entkommen und ihre Gedächtnislücken zu füllen. Nur will der Killer partout nicht locker lassen und hinterlässt auf seinem Weg eine blutige Spur.

Herzstück sind die drastischen Effekte, die den schlaksigen Irren Gesichter abschneiden und Kehlen durchsägen lassen. Die übrigen Figuren bleiben da lediglich Mittel zum grausamen Zweck. Trotzdem ist das Stimmungsbild passabel gelungen und auch in Sachen Spannung liefert Hall solides Handwerk ab. Das Geheimnis um die Identität der Namenlosen birgt schlussendlich zwar ebenso wenig Überraschungspotenzial wie der Plot selbst, zum Showdown wird aber noch mal kräftig auf Gas und Blutbeutel gedrückt. So variiert „Laid to Rest“ schnörkellos typische Slasher-Motive und müht sich um Undurchsichtigkeit. Gerade um die sollte der Film aber durch die schwache Fortsetzung „ChromeSkull“ nachträglich gebracht werden.

Wertung: (6 / 10)

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