Lagwagon – I Think My Older Brother Used to Listen to Lagwagon (2008, Fat Wreck)

lagwagon-i-think-my-older-brother-used-to-listen-to-lagwagonSie waren die erste Band auf Fat Wreck und sind noch immer dabei. Dafür darf man getrost mal den Hut ziehen, denn die Anzahl derer, deren Erwachsenwerden vom sonnengegerbten Punkrock der Bande um Joey Cape begleitet wurde, dürfte immens sein. Nachdem das letzte Album „Resolve“ mit dem Tod des ehemaligen Drummers Derek einen traurigen Hintergrund hatte, verspricht zumindest der Titel ihrer neuen EP „I Think My Older Brother Used to Listen to Lagwagon“ heitere Absichten. Ganz so ist es aber nicht, denn zum einen hat man hier gestandene Herren vor sich und vor allem Joey war in den vergangenen Jahren ohnehin nicht immer die reinste Frohnatur, sondern wirkte vor allem in Interviews ernst und nachdenklich.

Dies spiegeln auch die neuen Songs dieser sieben Stücke umfassenden EP wieder, die aber die Band durchaus von ihrer besten Seite zeigen. Im Gegensatz zu „Resolve“ wirkt sie nicht so „schwer“, wobei es auch hier und da melancholische Zwischentöne gibt. Aber erst einmal geht es mit ordentlichem Tempo nach vorn. Auf das erste Highlight „B Side“ folgt das eher durchwachsene „No Little Pill“, während LAGWAGON vor allem bei „Errands“ und „Fallen“ zu absoluter Hochform auflaufen. Man weiß eben einfach, wie melodischer Punkrock funktioniert, ohne sich verraten und verkaufen zu müssen. Schöne, melodische Songs über das Leben, in dem einem einfach nicht täglich die Sonne aus dem Arsch scheint. Danke dafür.

Wertung: (7,5 / 10)

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